Albert Marcus Kluge - Hypothese über die Dreiteilung der Welt - Metaphysik aus reiner Unterscheidung

Begriffslexikon Dreiteilungshypothese

 

 


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Die Hypothese der Dreiteilung in Schlagworten


Alle nachfolgend hier aufgeführten Be­grif­fe sind haupt­säch­lich ent­we­der den „Grund­la­gen“ (Hy­po­the­se über die Drei­tei­lung der Welt, Band 1: Grund­lagen, BoD 2019), oder den die­se er­gän­zen­de „Her­lei­tung“ (Die Drei­tei­lung als das ers­te Prin­zip der Welt. Eine dis­kur­si­ve Her­lei­tung, BoD 2020) ent­nom­men. De­ren Er­läu­te­rung be­zieht sich vor al­lem auf ihre be­son­de­re Ver­wen­dung in den bei­den Bü­chern. Die­se Über­sicht soll ei­nen ers­ten Ein­blick in das The­ma „Drei­tei­lungs­hy­po­the­se“ bie­ten und zu wei­te­rer Be­schäf­ti­gung da­mit an­re­gen. Wie die The­o­rie selbst, ist auch das Le­xi­kon da­zu aber noch un­voll­stän­dig und stetig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.


A

 

Alleines: Die Einheit von „Welt“, „ich“ und „drit­ter on­to­lo­gi­scher Haupt­ebe­ne“. Folgt not­wen­dig aus dem un­un­ter­scheid­ba­ren ⇒ Al­ler­ers­ten, wel­ches auch von al­lem aus die­sem Her­vor­ge­hen­den un­un­ter­scheid­bar sein muss und die­ses so eint. Als des­halb eben­so ⇒ Un­un­ter­scheid­ba­res on­to­lo­gisch re­la­tions­los und da­mit oh­ne ei­nen on­to­lo­gi­schen Sta­tus.

 

Allererstes: Den drei ⇒ ontologischen Hauptebenen noch vor­her­ge­hend. Die drei ⇒ Ers­ten Ei­nen für „Welt“, „ich“ und „drit­te Ebe­ne“, be­vor Sei­en­des aus die­sen her­vor­geht, die so in je­der Hin­sicht noch un­un­ter­scheid­bar von­ein­an­der sind, und so auch un­un­ter­scheid­bar von ih­rer Ein­heit sind, dem Al­ler­ers­ten, aus dem sie her­vor­ge­gan­gen ver­stan­den wer­den müs­sen. Als et­was ⇒ Un­un­ter­scheid­ba­res oh­ne ei­nen ⇒ on­to­lo­gi­schen Sta­tus. [⇒ All­ei­nes]

 

allererste Teilung in Seiendes der Welt: Formaler Begriff für den al­les grund­le­gen­den ⇒ „on­to­lo­gi­schen Ur­knall“.

 

Alles Existierende / Seiende in der Welt: Alles in der ⇒ Grund­er­fah­rung ⇒ Un­ter­schie­de­ne über­haupt.

 

Anfang der Welt: Das nicht existierende ⇒ Ers­te Ei­ne, im Er­geb­nis der ⇒ Rück­füh­rung des Vie­len auf Ei­nes. Ge­hört aber noch nicht zur Welt selbst. Start­punkt des ⇒ on­to­lo­gi­schen Ur­knalls.

 

Anfang im Untersuchen: Tatsächlich im Er­fah­ren ei­ner ⇒ Viel­heit von Ver­schie­de­nem. Nicht durch als schon vor­her­ge­hend gül­tig be­haup­te­te Be­stim­mun­gen hin­ter­geh­bar.

 

Anfangsproblem einer Teilung überhaupt: Wie kann sich et­was in je­der Hin­sicht nur ⇒ Ei­nes über­haupt in ⇒ Vie­les tei­len? For­male Lös­ung: Durch, in die­sem zu tei­len­den Ei­nen, bei ei­ner wie­der­hol­ten ⇒ Tei­lung, nicht exis­tie­ren­de ⇒ Tei­le, be­zie­hungs­wei­se, bei ei­ner erst­ma­li­gen Tei­lung, un­un­ter­scheid­ba­re Tei­le.

 

Anspruch traditioneller metaphysischer Fragen: Zie­len aus ih­rem Selbst­ver­ständ­nis her­aus, not­wen­dig auf Ant­wor­ten mit ewi­ger und nicht nur vor­über­ge­hen­der Gel­tung ab.

 

B

 

Beispiele für eine Dreiteilung: Sind drei Tei­le eines Gan­zen als sol­che vor­ge­ge­ben, und er­fül­len die­se, ge­mäß ih­rer Vor­ga­ben, die drei ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen, sind die­se als ei­ne kor­rek­te Drei­tei­lung im Sin­ne der Hy­po­the­se zu be­trach­ten. Mit den Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen wird so nur die for­ma­le Kor­rekt­heit ei­ner Drei­tei­lung ge­prüft. Hin­sicht­lich ei­ner kor­rek­ten Prü­fung ist es des­halb völ­lig ir­re­le­vant, ob die Vor­ga­ben auch in der Sa­che kor­rekt sind oder ob das Er­geb­nis in der Sa­che ei­nen Sinn er­gibt. Was bei­des gleich­wohl nicht aus­ge­schlos­sen ist, aber eben ei­ne an­de­re Fra­ge.

 

beschreibende Ebene (oder deskriptive Ebene): Die the­o­re­ti­sche Ebe­ne im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst von der aus das Sei­en­de auf der ⇒ Be­schrei­bungs­e­be­ne, in­ner­halb der ⇒ on­ti­schen Ebe­ne be­schrie­ben wird. [⇒ de­skrip­ti­ve Ebe­ne]

 

Beschreibungsebene: Die the­o­re­ti­sche Ebene im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst, in­ner­halb der ⇒ on­ti­schen Ebe­ne, auf der das Sei­en­de, von der ⇒ be­schrei­ben­den Ebe­ne aus be­schrie­ben wird.

 

Beschreibungsproblem, allgemeines (auch Selbst­be­schrei­bungs­pro­blem): Wie kön­nen wir aus dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­gerüst her­aus, die­ses selbst wie­der be­schrei­ben? Was wir ja of­fen­sicht­lich kön­nen. Noch un­ge­löst.

 

Beschreibungsproblem, besonderes: Wie sind logische ⇒ Zwei­tei­lun­gen, et­wa in­ner­halb der Me­tho­de der ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung, an­ge­sichts der doch kei­ner­lei Aus­nah­men zu­las­sen­den Drei­tei­lungs­hy­pot­he­se zu ver­ste­hen? Ge­löst mit­hil­fe des ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers, im Rah­men des ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüsts, im Über­gang von ei­nem Gan­zen zu drei Tei­len, in wel­chem die be­schrei­ben­den Zwei­tei­lun­gen, nicht als sol­che, aus Sei­en­dem in Sei­en­des zu ver­ste­hen sind, nicht als Tei­lun­gen im ei­gent­li­chen Sin­ne.

 

C

 

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D

 

deskriptive Ebene: Name der mitt­le­ren der drei ⇒ ho­ri­zon­ta­len ⇒ epis­te­mo­lo­gi­schen Ebe­nen im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst. Bil­det (ver­ti­kal) den Über­gang von der ⇒ kog­ni­ti­ven Ebe­ne zur ⇒ on­ti­schen Ebe­ne. [⇒ be­schrei­ben­de Ebe­ne]

 

doppelte Zweiteilung: Die Beschreibung der Drei­tei­lung eines ⇒ zu tei­len­den Gan­zen mit­tels zwei­er, mit­ein­an­der ver­knüpf­ter ⇒ Zwei­tei­lun­gen. Ers­te Zwei­tei­lung, in ein Teil und sein kon­tra­dik­to­ri­sches Ge­ge­nteil. Zwei­te Zwei­tei­lung, von ent­we­der Teil oder Ge­gen­teil der ers­ten Zwei­tei­lung, aus der ers­ten Zwei­tei­lung zwin­gend her­vor­ge­hen müs­send, in ein Teil und sein kon­tra­dik­to­ri­sches Ge­gen­teil, hin­sicht­lich der ge­sam­ten Drei­teil­ung kon­trä­res Ge­gen­teil. Von den so auf­stell­ba­ren drei Va­ri­an­ten der dop­pel­ten Zwei­tei­lung, muss ei­ne in be­son­de­rer Wei­se her­aus­ste­hen. So­wohl prak­ti­sch, als ei­ne ⇒ Me­tho­de zum kon­kre­ten Nach­weis von Drei­tei­lun­gen, als auch the­o­re­ti­sch höchst be­deut­sam. Fügt sich exakt in den ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per ein und löst da­mit etwa das be­son­de­re ⇒ Be­schrei­bungs­pro­blem.

 

Drei: Das Ergebnis al­lein des ers­ten ⇒ Sym­me­trie­bruchs von Eins auf Drei. ⇒ On­to­lo­gi­scher Sta­tus noch un­ge­klärt. [⇒ Zah­len]

 

Dreiheit: Drei, nur ir­gend­wie zu­sam­men­hän­gen­de, ver­schie­de­ne ⇒ Sei­en­de, die al­lein da­mit aber nicht un­be­dingt auch schon ei­ne ⇒ Drei­tei­lung im Sin­ne der Hy­po­the­se bil­den müs­sen.

 

Dreiheitslehren: Alle, im wei­te­ren oder en­ge­ren Sin­ne, The­o­ri­en, die sich mit dem Phä­no­men der ⇒ „Drei­heit“ be­schäf­ti­gen. Fin­den bis­lang kei­ne Be­rück­sich­ti­gung bei der Be­grün­dung und Ent­fal­tung der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se.

 

Dreiteilung: Die ⇒ Teilung eines ⇒ Sei­en­den (mit der an­fäng­li­chen Aus­nah­me ei­nes nicht sei­en­den ⇒ Ers­ten Ei­nen), wenn, dann not­wen­dig in drei ver­schie­de­ne Sei­en­de, die al­le drei ge­mein­sam exis­tie­ren, und sich von­ein­an­der wie durch­ein­an­der un­ter­schei­den, in ei­ner be­son­de­ren on­to­lo­gi­schen Form, von zwei ge­gen­tei­li­gen Tei­len und ei­nem zu die­sen neu­tra­len Teil. Die Haupt­aus­sa­ge der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se. Auch die sprach­li­che Kurz­form die­ser.

 

Dreiteilung der Dreiteilung: Die (auf Be­schrei­bungs­ebe­ne) Tei­lung des Voll­zu­ges ei­ner Drei­tei­lung, in drei ⇒ Sym­me­trie­brü­che: von Eins auf Drei, von Drei auf drei Ver­schie­de­ne, schließ­lich von drei Ver­schie­de­nen auf drei ver­schie­de­ne Sei­en­de. In der kon­kre­ten ⇒ Her­lei­tung der Drei­tei­lung, das Er­geb­nis des ⇒ on­to­lo­gi­schen Ur­knalls. Grund­la­ge zum Ver­ständ­nis ei­ner ⇒ dy­na­mi­schen Drei­tei­lung, wel­ches zum Kon­zept des ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers führt.

 

Dreiteilungsbedingungen: Sind aus den drei ⇒ Sym­me­trie­brü­chen im Ent­ste­hungs­pro­zess ei­ner je­den Drei­teil­ung ab­lei­bar. Ge­mäß ⇒ Hy­po­the­se ist je­de Tei­lung ei­ne Drei­tei­lung. Um aber ei­ne Tei­lung, als ei­ne Drei­teil­ung kon­kret auf­zu­zei­gen, ist die Er­fül­lung drei­er auf­ein­an­der auf­bau­en­der Be­din­gun­gen nach­zu­wei­sen. 1. muss es sich um ge­nau drei Tei­le han­deln, die ge­mein­sam exis­tie­ren und zu­sam­men das ⇒ zu Tei­len­de voll­stän­dig auf-tei­len. 2. müs­sen sich die­se drei Tei­le von­ein­an­der und durch­ein­an­der un­ter­schei­den, mit je­dem Teil als dem kon­tra­dik­to­ri­schen ⇒ Ge­gen­teil des Ge­mein­sa­men, der je­weils an­de­ren bei­den Tei­le, wel­che in die­sem Ge­mein­sa­men selbst wie­der in Teil und kon­tra­dik­to­ri­sches Ge­gen­teil zer­fal­len. 3. muss ei­ne die­ser drei Un­ter­schei­dun­gen in Form von zwei in be­son­de­rer Wei­se ein­an­der ge­gen­tei­li­gen Tei­len und ei­nem in be­son­de­rer Wei­se da­zu neu­tra­len Teil zu ver­ste­hen sein, durch ein ent­spre­chend be­son­de­res Kri­te­ri­ums.

 

Dreiteilungsontologie: Anwendung der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se auf me­ta­phy­si­sche Fra­gen, vor al­lem das ⇒ Sei­en­de be­tref­fend.

 

Dreiteilungshypothese: Im engeren Sinne die zen­tra­le Aus­sa­ge der ge­sam­ten Un­ter­su­chung: „Je­de Tei­lung ist ei­ne Drei­tei­lung!“ Es gibt kei­ne Aus­nah­me! Al­les, was in der ⇒ Welt ⇒ exis­tiert, al­les, was wir in der Welt ⇒ er­fah­ren, was wir in die­ser von­ein­an­der ⇒ un­ter­schei­den, muss grund­sätz­lich im Rah­men von ⇒ Drei­tei­lun­gen ver­stan­den wer­den kön­nen. Im wei­te­ren Sin­ne ei­ne me­ta­phy­si­sche Un­ter­schei­dungs­the­o­rie, die al­les über­haupt mit­ein­an­der Zu­sam­men­hän­gen­de, prin­zi­pi­ell von­ein­an­der un­ter­schei­det, in­dem sie das on­to­lo­gi­sche Fun­da­men­tal­pro­blem von ⇒ Ein­heit und Viel­heit als im Grund­satz ein­deu­tig ge­löst be­haup­tet.

 

dritte ontologische Hauptebene: Verbindendes be­zieh­ungs­wei­se Un­ter­schied der on­to­lo­gi­schen Haupt­ebe­nen „Welt“ und „ich“ im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst. Not­wen­dige An­nahme für die Un­ter­schei­dung von er­fas­sen­den Sei­en­den im „ich“ und er­fass­ten Sei­en­den in der „Welt“, durch er­fas­sen­de Sei­en­de, in­ner­halb von so zu den Haupt­e­be­nen ge­wis­ser­ma­ßen ⇒ quer­lie­gen­den Drei­tei­lun­gen. Kurz­form: „drit­te Ebe­ne“. Noch weit­ge­hend un­er­forscht.

 

dynamische Dreiteilung: Die Dreiteilung, nicht nur in ih­rem Er­geb­nis von drei Sei­en­den (⇒ sta­ti­sche Drei­tei­lung), son­dern auch un­ter Be­rück­sich­ti­gung des ge­sam­ten Tei­lungs­pro­zes­ses, über ein ⇒ zeit­li­ches Mo­ment hin­weg. Mit der Kon­se­quenz ei­nes ⇒ „Hin-und-Her“ zwi­schen zu tei­len­dem Gan­zen und Tei­len, weit­ge­hend sy­no­nym zu ⇒ „on­to­lo­gi­scher Kör­per“.

 

E

 

Eins, Eines, Einheit: Nu­me­risch Ei­nes. Oh­ne er­fahr­bar in­ne­re Dif­fe­ren­zie­rung. Kein er­fahr­bar ⇒ Vie­les. Als Ein­heit ei­ner ⇒ Viel­heit Ei­nes blei­bend. Zu­läs­si­ger ⇒ on­to­lo­gi­scher Sta­tus da­für: ent­we­der ⇒ exis­tie­rend oder ⇒ nicht exis­tie­rend oder ⇒ un­un­ter­scheid­bar.

 

Einheit und Vielheit als on­to­lo­gi­sches Fun­da­men­tal­pro­blem: Wie ist, und ist über­haupt, die er­fah­re­ne Viel­heit als auch ei­ne Ein­heit zu ver­ste­hen? Mit der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se, da­rin ins­be­son­de­re dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per, wird be­haup­tet, die­ses Ver­hält­nis im Grund­satz ein­deu­tig be­stimmt zu ha­ben. [⇒ Gan­zes und Tei­le]

 

Einzelnes Seiendes: Nur auf Be­schrei­bungs­e­be­ne er­fass­bar, da ein Sei­en­des nur in­ner­halb ei­ner Drei­tei­lung in drei Sei­en­de er­fahr­bar ist. Die Ver­ein­ze­lung ge­schieht im Er­geb­nis der Drei­tei­lung, durch den ⇒ drit­ten Sym­me­trie­bruch, be­zieh­ungs­wei­se mit­tels des be­son­de­ren ⇒ We­sens ei­nes je­den Sei­en­den. [⇒ Sei­en­des]

 

Entstehen von Seiendem: Bei sich ⇒ wie­der­ho­len­den Drei­tei­lun­gen, in­ner­halb des ⇒ Hin-und-Her ei­nes ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers, zwi­schen ⇒ zu tei­len­dem Gan­zen und Tei­len, aus noch ⇒ nicht exis­tie­ren­den Tei­len her­aus ver­ste­hbar. Bei ⇒ erst­ma­li­gen Drei­tei­lun­gen, vor der ⇒ Er­rich­tung ei­nes on­to­lo­gi­schen Kör­pers, aus ⇒ un­un­ter­scheid­ba­ren Tei­len her­aus ver­steh­bar. [⇒ Ver­ge­hen von Sei­en­dem / ⇒ Kau­sa­li­tät]

 

Entstehungslücke: Das erstmalige ⇒ Ent­ste­hen von Sei­en­den, bei der Drei­tei­lung ei­nes ⇒ zu tei­len­den Gan­zen in drei Tei­le, aus un­un­ter­scheid­ba­ren ⇒ Tei­len her­aus ver­steh­bar, ist, we­gen der ⇒ Un­un­ter­scheid­bar­keit die­ser Tei­le, von den aus die­sen her­aus erst spä­ter ent­ste­hen­den exis­tie­ren­den Tei­len, in sei­nem on­to­lo­gi­schen Ver­lauf völ­lig un­ein­seh­bar. [⇒ Ur­sa­chen­lücke]

 

epistemologische Ebenen im weiteren Sinne: Die drei ⇒ ho­ri­zon­ta­len Ebe­nen ⇒ kog­ni­ti­ve Ebe­ne, ⇒ de­skrip­ti­ve Ebe­ne und ⇒ on­ti­sche Ebe­ne im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst, die, we­gen der on­to­lo­gi­schen ⇒ Pa­ral­le­li­tät von „Welt“ und „ich“, de­ren je­wei­li­ge Drei­tei­lun­gen, be­zieh­ungs­wei­se de­ren je­wei­li­ge Sei­en­de, über da­zu ⇒ quer­lie­gen­de Drei­tei­lun­gen, mit­ein­an­der ver­bin­den. Über die­se Ebe­nen er­fasst „ich“ Sei­en­des in der „Welt“. [⇒ epis­te­mo­lo­gi­sche Ebe­ne im en­ge­ren Sin­ne]

 

epistemologische Ebene im engeren Sinne: Ver­läuft im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst (ge­wis­ser­ma­ßen) di­a­go­nal von der ⇒ kog­ni­ti­ven Ebe­ne im „ich“ über ⇒ die de­skrip­ti­ve Ebe­ne der „drit­ten Haupt­ebe­ne“ zur ⇒ on­ti­schen Ebe­ne in der „Welt“. Über die­se wird die Drei­tei­lung als Drei­tei­lung er­fasst. Ent­spricht in ih­rer Be­schrei­bung ge­nau der der Me­tho­de der ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung und löst so­mit das ⇒ be­son­de­re Be­schrei­bungs­pro­blem. [⇒ epis­te­mo­lo­gi­sche Ebe­ne im wei­te­ren Sin­ne]

 

Erfahrung, Erfahren: Im weitesten Sinne die ⇒ Un­ter­schei­dung, be­zie­hungs­wei­se das Un­ter­schei­den, von ⇒ Ver­schie­de­nem in der „Welt“, in „die­ses, nicht je­nes“. Im en­ge­ren Sin­ne die Un­ter­schei­dung, be­zie­hungs­wei­se das Un­ter­schei­den, von drei ver­schie­de­nen Sei­en­den im Er­geb­nis ei­ner Drei­tei­lung. [⇒ Grund­er­fah­rung]

 

Erfassen von Seiendem: Nur eine sprach­li­che Her­vor­he­bung für das ⇒ Er­fah­ren von be­stimm­ten Sei­en­den.

 

Errichtung eines ontologischen Körpers: Erst mit ei­ner erst­mals voll­en­de­ten Drei­tei­lung be­steht die Not­wen­dig­keit ei­ner ⇒ zeit­li­chen Dif­fe­renz zwi­schen zu Tei­len­dem und Tei­len, was so zu ei­nem ⇒ Hin-und-Her zwi­schen zu Tei­len­dem und Tei­len führt, wo­durch erst die ⇒ wie­der­hol­te Drei­tei­lung zu ei­nem ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per wird, und wo­mit die ⇒ erst­ma­li­ge Tei­lung als des­sen (ge­wis­ser­ma­ßen) Kon­sti­tu­ti­ons­pha­se an­zu­se­hen ist, wel­che noch weit­ge­hend un­ver­stan­den ist. [⇒ Ent­ste­hung / ⇒ Ent­ste­hungs­lücke]

 

Erstes Eines, nur Eines: Ergebnis der ⇒ Rück­füh­rung des in der ⇒ Grund­er­fah­rung der ⇒ Welt er­fah­re­nen ⇒ Vie­len Ver­schie­de­nen auf al­lem vor­her­ge­hend eben nur Ei­nes, aus dem mit dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Ur­knall die­se „Welt“ her­vor­geht. [⇒ An­fang der Welt]

 

Erstes Prinzip, metaphysisches: Ist die ⇒ Drei­tei­lung, aus der be­zieh­ungs­wei­se mit der al­les über­haupt her­vor­geht, und die sich in al­lem so Her­vor­ge­hen­den wei­ter­trägt. Die Fra­ge, ob die­ses Prin­zip auch das be­deu­tends­te ist, ist ein Ge­gen­stand der ⇒ Ge­samt­un­ter­su­chung zur Drei­tei­lungs­hy­po­these.

 

erstmalige Teilung: Kann nicht als be­reits auf noch ⇒ nicht exis­tie­ren­de, spä­ter aber exis­tie­ren­de Tei­le aus­ge­rich­tet ver­stan­den wer­den. Wo­mit die je­weils erst­ma­li­ge ⇒ Ent­ste­hung von Sei­en­den in­ner­halb ei­ner Drei­tei­lung wei­test­ge­hend im Dun­keln liegt und zu­dem kei­ne ⇒ Ur­sa­che da­für an­ge­nom­men wer­den kann. Erst mit der ⇒ wie­der­hol­ten Tei­lung, die den ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per er­rich­tet, lässt sich so­wohl ein Ent­ste­hen als auch ei­ne Kau­sa­li­tät ver­ste­hen. [⇒ Ent­ste­hungs­lücke / ⇒ Ur­sa­chen­lücke]

 

Existenzbegriff als Bestimmungsproblem: Da es kein ein­deu­ti­ges Vor­ver­ständ­nis von „Exis­tenz“ gibt, erst recht kein em­pi­ri­sches, ist ei­ne Be­stim­mung von „Exis­tenz“ ent­we­der will­kür­lich oder zir­ku­lär. Da wir gleich­wohl ei­ne star­ke ⇒ In­tu­i­ti­on für „Exis­tie­ren­des“ be­sit­zen, kön­nen wir die­ses in der Gleich­set­zung mit „Ver­schie­de­nem“ aber pos­tu­lie­ren. [⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat]

 

existenzielle Differenz zwischen Ver­schie­de­nem und Sei­en­dem: Nicht er­fahr­bar! Da ⇒ Ver­schie­de­nes, als Ver­schie­de­nes, nicht ver­schie­den von­ein­an­der ist und un­er­fahr­bar ist, muss zu die­sem nur Ver­schie­de­nen noch ge­wis­ser­ma­ßen et­was hin­zu­kom­men, um Ver­schie­de­nes als auch er­fahr­bar Ver­schie­de­nes zu ver­ste­hen, wel­ches dann im ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat mit Sei­en­dem gleich­ge­setzt wird. [⇒ We­sen / ⇒ drit­ter Sym­me­trie­bruch]

 

Existenzpostulat: Die postulierte, weil ⇒ in­tu­i­ti­ve, Gleich­set­zung von ⇒ Exis­tie­ren­dem mit ⇒ Ver­schie­de­nem, für das Er­fah­ren in der ⇒ Grund­er­fah­rung. Vor dem Hin­ter­grund der ⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keit der Grund­er­fah­rung, ist uns in­tu­i­tiv ge­wiss, dass al­les, da­rin es ver­schie­den ist, auch exis­tie­ren muss und so­wie­so, dass al­les, was exis­tiert, auch ver­schie­den von­ein­an­der sein muss. Gilt also in bei­de Rich­tun­gen: Exis­tie­ren­des gleich Ver­schie­de­nes, Ver­schie­de­nes gleich Exis­tie­ren­des. Kurz­for­mel: „sein heißt ver­schie­den sein“. [⇒ Exis­tenz­be­griff]

 

Existierendes: ⇒ Seiendes

 

existieren, sein: Wird im be­griffs­be­stim­men­den ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat be­deu­tungs­gleich ver­stan­den. Wo­bei die­se Be­deu­tung, jen­seits der For­mal­be­stim­mung, an­ge­sichts der Pro­ble­ma­tik ei­nes all­ge­mein­gül­ti­gen ⇒ Exis­tenz­be­griffs, ein noch weit­ge­hend un­auf­ge­klär­ter, gleich­wohl zen­tra­ler Ge­gen­stand der ⇒ Ge­samt­un­ter­su­chung zur Drei­tei­lungs­hy­po­the­se ist.

 

F

 

Falsifikation der Dreiteilungshypothese: Un­mög­lich durch Auf­fin­den ei­ner Tei­lung, die kei­ne Drei­tei­lung ge­mäß der Hy­po­the­se ist. Da­bei liegt die Er­klä­rungs­last auf Sei­ten des Wi­der­le­gungs­ver­suchs, da in die­sem auf­zu­zei­gen ist, wie sich zwei, vier oder mehr Tei­le, aus ei­nem zu Tei­len­den her­aus, über­haupt von­ein­an­der un­ter­schei­den kön­nen, und zwar, ohne et­was Wei­te­res hin­zu­zu­neh­men, was nicht aus die­ser Tei­lung stammt. Ein­fach eine Zwei-, Vier- oder Mehr­tei­lung le­dig­lich zu be­haup­ten, und auf ei­ne feh­len­de Drei­tei­lungs­be­schrei­bung da­für zu ver­wei­sen, ist kei­ne Wi­der­le­gung. Da­ge­gen ist es na­tür­lich grund­sätz­lich mög­lich, auf Un­zu­läng­lich­kei­ten schon bei der ⇒ Her­lei­tung der Drei­tei­lungs­hy­po­the­se zu ver­wei­sen, wenn die­se denn auf­zeig­bar sind.

 

Fehlschluss auf einen empirischen Exis­tenz­be­griff: Da­raus, dass Exis­tie­ren­des und Nicht­exis­tie­ren­des nicht im Er­fah­ren von­ein­an­der un­ter­schie­den wer­den kön­nen, denn da­für müss­te Exis­tie­ren­des als Exis­tie­ren­des von Nicht­exis­tie­ren­dem als Nicht­exis­tie­ren­dem un­ter­schie­den wer­den kön­nen, was si­cher­lich für je­des er­wäg­ba­re Exis­tenz­ver­ständ­nis un­mög­lich ist, folgt nicht, dass al­les, was wir er­fah­ren auch exis­tie­ren muss, son­dern le­dig­lich, dass wir Exis­tie­ren­des von Nicht­exis­tie­ren­dem im Er­fah­ren eben nicht von­ein­an­der un­ter­schei­den kön­nen. Für eine ent­spre­chen­de ⇒ in­tu­i­ti­ve Be­haup­tung, ist das ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat hin­zu­zu­zie­hen.

 

Form der Dreiteilung: Die besondere on­to­lo­gi­sche Form der Drei­tei­lung, in zwei be­son­de­ren ein­an­der ⇒ ge­gen­tei­lie­gen Tei­len und ei­nem be­son­de­ren da­zu ⇒ neu­tra­len Teil, er­gibt sich letzt­lich aus dem drit­ten ⇒ Sym­me­trie­bruch, von drei Ver­schie­de­nen zu drei ver­schie­de­nen Sei­en­den, und steht für das Er­geb­nis ei­ner je­den Drei­tei­lung. Wird prak­tisch, in Er­fül­lung der drei ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen, mit­hil­fe der ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung er­mit­telt.

 

Fünfteilung, trichotome: Zwei nach­ein­an­der aus­ein­an­der her­vor­ge­hen­de ⇒ Drei­tei­lun­gen in ih­rem Zu­sam­men­hang be­trach­tet. Macht noch the­o­re­ti­sche wie prak­ti­sche Pro­ble­me. Et­wa: In­wie­fern sind hier fünf Tei­le zu ver­ste­hen? [⇒ Mehr­fach­tei­lun­gen]

 

G

 

Ganzes: Das Ganze ist immer ein Gan­zes von Tei­len, wel­che dem Gan­zen in­ne­woh­nen oder aus die­sem not­wen­dig her­vor­ge­hen. Grund­sätz­lich ist zu un­ter­schei­den, zwi­schen dem ge­wöhn­li­chen ⇒ exis­tie­ren­den zu tei­len­den Gan­zen, dem Son­der­fall des nicht exis­tie­ren­den zu tei­len­den Gan­zen, d.h. dem ⇒ Ers­ten Ei­nen, und dem ei­gent­li­chen ⇒ nicht exis­tie­ren­den, über­all sei­en­den Gan­zen. So kön­nen auch „Welt“, „ich“ und „drit­te Ebe­ne“ in ver­schie­de­ner Hin­sicht als ein Gan­zes ver­stan­den wer­den. In ei­nem wei­te­ren Sin­ne, kann auch das ⇒ All­eine als ein ge­wis­ser­ma­ßen un­un­ter­scheid­ba­res Gan­zes ver­stan­den wer­den. Des­wei­te­ren kön­nen Ganz­hei­ten auf Be­schrei­bungs­e­be­ne er­fasst wer­den, wie et­wa der ⇒ on­to­lo­gi­sche Kör­per oder ⇒ der on­to­lo­gi­sche Raum. [⇒ Tei­le]

 

Ganzes, existierendes oder existierendes zu Tei­len­des: Gan­zes im un­ei­gent­li­chen Sin­ne. Ein ⇒ Sei­endes, wel­ches sich in ei­nem, aus die­sem Sei­en­den, erst, aber not­wen­dig, her­vor­ge­hen­den ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per wie­der­holt in drei Sei­en­de teilt. Wird in be­schrei­ben­der Wei­se auch we­ni­ger streng, für je­den exis­tie­ren­den Ur­sprung von mög­li­chen Drei­tei­lun­gen ver­wen­det.

 

Ganzes, nicht existierendes, über­all sei­en­des: Da sich die im Er­geb­nis ei­ner Drei­tei­lung exis­tie­ren­den drei Tei­le, das ⇒ Sei­en­de, wel­ches sich im ⇒ zwei­ten Sym­me­trie­bruch von­ein­an­der durch­ein­an­der un­ter­schei­det, aber nur da­rin, als ⇒ nur Ver­schie­de­nes, sich ge­rade nicht von­ein­an­der un­ter­schei­det, und als sol­ches, ge­mäß ⇒ um­ge­kehr­tem Exis­tenz­pos­tu­lat, so auch nicht exis­tiert, ist die­ses nur Ver­schie­de­ne da­mit ge­wis­ser­ma­ßen „über­all“, wo das Sei­en­de ist, nur nicht die­ses selbst. Un­ter die­sem nicht exis­tie­ren­den über­all sei­en­den nur Ver­schie­de­nen des Sei­en­den, der sei­en­den Tei­le, ist ihr Gan­zes im ei­gent­li­chen Sin­ne zu ver­ste­hen.

 

Ganzes und Teile, Ganzes oder Teile: Wird das ⇒ exis­tie­ren­de zu tei­len­de Gan­ze ge­teilt, exis­tiert die­ses Ga­nze nicht mehr, da­für aber die Tei­le, die zu­vor noch nicht exis­tier­ten. Es exis­tie­ren al­so ent­we­der das ei­ne zu tei­len­de Gan­ze oder die drei Tei­le, nicht al­le vier ge­mein­sam. Al­le Wi­der­le­gungs­ver­su­che die­ser Über­le­gung schei­tern schon da­ran, dass das ge­mein­same Exis­tie­ren von Gan­zem und Tei­len ei­ne un­zu­läs­si­ge Vier-Tei­lung wä­re. Die­se Er­kennt­nis ist die Grund­lage für die An­nah­me ei­nes ⇒ zeit­li­chen Mo­ments zwi­schen zu tei­len­dem Gan­zen und Tei­len so­wie der Be­grün­dung ei­nes dy­na­mi­schen Ver­ständ­nis­ses der Drei­tei­lung, mit ei­nem stän­di­gen ⇒ Hin-und-Her zwi­schen zu tei­len­dem Gan­zen und Tei­len, um un­se­rem ent­spre­chen­den Er­fah­ren ih­res Zu­sam­men­hangs ge­recht zu wer­den, dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per.

 

Gedankenexperiment mit einem Blatt Pa­pier: Um zu ver­an­schau­li­chen, dass ⇒ Zwei­tei­lun­gen on­to­lo­gisch un­mög­lich sind. Ein für das ⇒ Ers­te Ei­ne ste­hen­de ge­wöhn­li­ches Blatt Pa­pier kann, in Si­mu­la­ti­on des ⇒ on­to­lo­gi­schen Ur­knalls, der al­ler­ers­ten Tei­lung über­haupt, nicht in le­dig­lich zwei Tei­le zer­ris­sen wer­den, da, oh­ne et­was Wei­te­res, als nur das eine Blatt, nichts Tren­nen­des für ein Aus­ein­an­der­hal­ten der ver­meint­li­chen bei­den Tei­le zur Ver­fü­gung steht. Da ei­ne ers­te Tei­lung des an­ge­nom­me­nen an­fäng­li­chen Ers­ten Ei­nen der Welt aber grund­sätz­lich mö­glich sein muss, denn das da­raus her­vor­ge­gan­gene Vie­le Ver­schie­de­ne in der Welt exis­tiert ja, ge­mäß ⇒ Grund­er­fah­rung und ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat, muss das die bei­den Tei­le Tren­nen­de, et­was Drit­tes sein, das zu­gleich mit der schein­ba­ren Zwei­tei­lung, im Zer­rei­ßen, aus dem ei­nen Blatt he­raus ent­steht, die so­mit als eine ⇒ Drei­tei­lung zu ver­ste­hen ist. Das ei­ne Blatt wird al­so durch ein­ma­li­ges Zer­rei­ßen in drei Tei­le zer­ris­sen! Für das fort­gesetz­te Tei­len, nun­mehr der drei Tei­le, und so wei­ter, gilt prin­zi­pi­ell das Glei­che.

 

Gedankenexperiment mit zwei Kugeln: Um zu ver­an­schau­li­chen, dass auch Tei­lun­gen räum­li­cher Ge­gen­stän­de Drei­tei­lun­gen sind. Zwei (ide­a­le) Ku­geln, die sich ge­gen­ein­an­der­ge­rollt in ei­nem Punkt be­rüh­ren, und so ei­nen Ge­gen­stand bil­den, der durch wie­der aus­ein­an­der­rol­len der bei­den Ku­geln, ge­nau in ih­rem Be­rüh­rungs­punkt ge­teilt wird, zwar in zwei Ku­geln, aber au­ßer­dem auch in et­was Drit­tes, denn der vor­mals ei­ne Be­rüh­rungs­punkt kann nach der Tei­lung we­der der ei­nen noch der an­de­ren Ku­gel an­ge­hö­ren, und darf in der Be­trach­tung nicht un­be­rück­sich­tigt blei­ben, wenn die bei­den Ku­geln als zwei Tei­le die­ser Tei­lung, des vor­mals ei­nen Ge­gen­stan­des be­trach­tet wer­den, wie auch im­mer ge­nau die­ses Drit­te, der so­mit Drei­tei­lung des ei­nen Ge­gen­stan­des nun­mehr zu ver­ste­hen ist. Die­ses Bei­spiel kann leicht für be­lie­bi­ge räum­li­che Ge­gen­stän­de ver­all­ge­mei­nert wer­den, und statt des be­rüh­ren­den Punk­tes, kann auch ei­ne Flä­che ge­nom­men wer­den.

 

Gegenbeispiel für eine ⇒ Drei­heit, die kei­ne ⇒ Drei­tei­lung ist: Der eu­kli­di­sche Raum, in sei­nen drei Di­men­si­o­nen, die nur ge­mein­sam zu ver­ste­hen sind und als sich ge­gen­sei­tig, von­ein­an­der durch­ein­an­der un­ter­schei­dend, er­füllt so die ers­ten bei­den der drei ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen, nicht aber die drit­te Be­din­gung, die zwei aus­ge­zeich­net Ge­gen­tei­li­ge und ein aus­ge­zeich­net Neu­tra­les ver­langt, wes­halb di­ese drei Di­men­si­o­nen, wie auch der Raum, den sie bil­den, nicht exis­tiert. [on­to­lo­gi­scher ⇒ Raum]

 

Gegenteil: Ist logisch kon­tra­dik­to­risch (d.h. zwei­tei­lig), aber on­to­lo­gisch kon­trär (d.h. drei­tei­lig) zu ver­ste­hen, wes­halb im­mer der Ver­wen­dungs­zu­sam­men­hang zu be­ach­ten ist. [⇒ Zwei­tei­lung]

 

Gegenteil des Gemeinsamen, Unterschied als: ⇒ Un­ter­schied als Ge­gen­teil des Ge­mein­sa­men der bei­den Un­ter­schie­de­nen.

 

Gesamtuntersuchung, Verweis auf die: Die The­o­rie der Drei­tei­lung be­fin­det sich noch in ih­rer Ent­wick­lungs­pha­se. Vie­le auf­ge­wor­fe­ne Fra­gen sind noch un­be­ant­wor­tet, vie­le zu be­ant­wor­ten­de Fra­gen sind noch nicht ein­mal ge­stellt. Gleich­wohl zielt die groß­teils noch zu leis­ten­de Un­ter­su­chung letzt­lich da­rauf ab, die tra­di­ti­o­nel­len me­ta­phy­si­schen Grund­fra­gen, nach Welt, Mensch und Gott, so­wie ins­be­son­de­re nach dem Sei­en­den, ent­gül­tig zu be­ant­wor­ten. [⇒ An­spruch tra­di­ti­o­nel­ler me­ta­phy­si­scher Fra­gen]

 

Grunderfahrung der Welt: In der ⇒ Er­fah­rung ei­ner ⇒ Viel­heit von Ver­schie­de­nem. Aus­gang und Ziel der Be­grün­dung der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se. Ein rei­nes Er­fah­ren, kein Be­stim­men oder Be­haup­ten. Der blo­ße Er­fah­rungs­zu­sam­men­hang als sol­cher, egal was, wie oder wa­rum er­fah­ren wird. Ist ⇒ un­hin­ter­geh­bar und un­ver­meid­bar. Wir er­fah­ren, d.h. un­ter­schei­den, im­mer al­les Ver­schie­de­ne der Welt, und ge­nau so, wie es sich un­ter­schei­det. Nichts geht da­rü­ber hin­aus, nichts bleibt da­hin­ter zu­rück. Die aus die­ser Grund­er­fah­rung der Welt ab­ge­lei­te­te Drei­tei­lungs­hy­po­the­se bie­tet aber bis­lang le­dig­lich ei­ne not­wen­di­ge und noch kei­ne hin­rei­chen­de Er­klä­rung für eben die­se Grund­er­fah­rung der Welt und da­mit auch der Welt selbst.

 

Grundlagen der Dreiteilungshypothese, im en­ge­ren und wei­te­ren Sin­ne, die die Hy­po­the­se stüt­zen oder aus ihr fol­gen: Die ⇒ Her­lei­tung der Hy­po­the­se, be­gin­nend mit der ⇒ Grund­er­fah­rung der ⇒ Welt in ei­ner ⇒ Viel­heit von Ver­schie­de­nem, und ih­rer ⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keit, der Gleich­set­zung von ⇒ Ver­schie­de­nem mit ⇒ Exis­tie­ren­dem im ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat, der ⇒ Rück­füh­rung des Vie­len auf an­fäng­lich nur ⇒ Ei­nes, und schließ­lich dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Ur­knall, der ⇒ al­ler­ers­ten Tei­lung in Sei­en­des, aus der die ⇒ Hy­po­the­se der Drei­tei­lung mit Not­wen­dig­keit her­vor­geht. Die je­der ⇒ Drei­tei­lung in­ne­woh­nen­den drei ⇒ Sym­me­trie­brü­che, aus de­nen die drei ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen ab­ge­lei­tet sind, und nie­der­ge­legt in der prak­ti­schen ⇒ Me­tho­de der ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung, um kon­kre­te Drei­teil­un­gen auf­zu­fin­den. Die ⇒ dy­na­mi­sche Form der Drei­tei­lung, der ⇒ on­to­lo­gi­sche Kör­per, der ⇒ Gan­zes und ⇒ Tei­le zu­sam­men­hält, und er­klärt, in­wie­fern die­se ⇒ exis­tie­ren, ⇒ nicht exis­tie­ren, ⇒ über­all exis­tie­ren, oder ⇒ we­der exis­tie­ren noch nicht exis­tie­ren, ins­be­son­de­re die zen­tra­len Be­grif­fe ⇒ Wer­den, ⇒ Sein, ⇒ We­sen so­wie ⇒ Zeit, ⇒ Raum, ⇒ Ma­te­rie, und den des ⇒ Sei­en­den, mit­ein­an­der in Ver­bin­dung setzt. Die Fest­stel­lung der Nicht­exis­tenz des er­fah­ren­den ⇒ „ich“, ob­wohl des­sen Tei­le exis­tie­ren. Das sich da­raus bil­den­de ⇒ on­to­lo­gi­sche Grund­ge­rüst, der ⇒ on­to­lo­gi­schen Haupt­ebe­nen „Welt“, „ich“, „drit­te Ebe­ne“, zu­sam­men­ge­hal­ten und be­grün­det vom ⇒ Al­ler­ers­ten, ⇒ All­ei­nen, ⇒ Un­un­ter­scheid­ba­ren. Nicht zu­letzt die Lö­sung des be­son­de­ren ⇒ Be­schrei­bungs­pro­blems, mit der Ein­bin­dung der lo­gi­schen ⇒ Zwei­tei­lung in die on­to­lo­gi­sche Drei­teil­ung.

 

H

 

Herleitung der Dreiteilungshypothese: In drei ein­an­der fol­gen­den Be­grün­dungs­schrit­ten. 1. Die ⇒ Grund­er­fah­rung der Welt, das un­ver­meid­ba­re und un­hin­ter­geh­ba­re Er­fah­ren einer Viel­heit von Ver­schie­de­nem, ⇒ „Welt“ so über­haupt erst be­stim­mend, und der Gleich­set­zung des Ver­schie­de­nen mit dem an­ders nicht ein­deu­tig be­stimm­ba­ren ⇒ Exis­tie­ren­den, in ei­nem Akt der ⇒ In­tu­i­ti­on, im ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat. 2. Die ⇒ Rück­füh­rung des Vie­len auf nur Ei­nes, das al­lem Vie­len zu­grun­de­liegt, in Um­keh­rung ei­ner fest­ge­stel­lten, stän­di­gen ⇒ Ver­än­de­rungs­ver­meh­rung, des Vie­len zu im­mer mehr Vie­len. 3. Der ⇒ on­to­lo­gi­sche Ur­knall, die erst­ma­li­ge Tei­lung in Sei­en­des, not­wen­dig in ge­nau drei Tei­le, da nur die­se sich ge­gen­sei­tig über­haupt, von­ein­an­der und durch­ein­an­der, un­ter­schei­den kön­nen, was für al­le wei­te­ren Tei­lun­gen, nun­mehr der Tei­le, und so wei­ter, eben­falls gel­ten muss.

 

horizontale Ebenen im on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst: For­ma­ler Be­griff zur Ver­an­schau­li­chung. Die ⇒ kog­ni­ti­ve Ebe­ne, die ⇒ des­krip­ti­ve Ebe­ne und die ⇒ on­ti­sche Ebe­ne, ver­bin­den ge­wis­ser­ma­ßen ho­ri­zon­tal die drei ge­wis­ser­ma­ßen ⇒ ver­ti­ka­len on­to­lo­gi­schen Haupt­e­be­nen „Welt“, „ich“ und „drit­te Ebe­ne“, und kon­sti­tu­ie­ren so das ⇒ on­to­lo­gi­sche Grund­ge­rüst. Als ins­be­son­de­re Drei­tei­lun­gen ver­stan­den auch ⇒ quer­lie­gen­de Drei­tei­lun­gen ge­nannt.

 

Hypothese: Kurz für ⇒ „Hypothese über die Dreiteilung der Welt“.

 

Hypothese über die Dreiteilung der Welt: Der of­fi­zi­el­le Na­me der The­o­rie. Gleich­be­deu­tend ⇒ „Drei­tei­lungs­hy­po­the­se“. Kurz auch nur „Hy­po­the­se“ oder ge­ge­be­nen­falls auch nur „Drei­tei­lung“.

 

I

 

ich: Das, was Seiendes in der Welt erfährt be­zie­hungs­wei­se un­ter­schei­det. Im­mer aus der Ers­ten-Per­son-Pers­pek­ti­ve her­aus zu ver­ste­hen. Nicht als „ein Ich“ oder als „das Ich“ oder als „mein Ich“, son­dern als „ich“. On­to­lo­gi­scher Sta­tus: nicht exis­tie­rend, da sich nicht selbst un­ter­schei­den kön­nend, so­wohl als ⇒ Ers­tes Ei­nes wie auch als ⇒ über­all sei­en­des Gan­zes sei­ner Tei­le. Dies ver­an­schau­li­chend, im­mer klein ge­schrie­ben und i.d.R. auch in An­füh­rungs­zei­chen ge­setzt. [⇒ ich-Pers­pek­ti­ve]

 

ich bin überall wo meine Teile sind: Ge­mäß der al­ter­na­ti­ven For­mu­lie­rung des ⇒ um­ge­kehr­ten Exis­tenz­pos­tu­lats, ist „ich“, als nicht exis­tie­ren­des Gan­zes sei­ner Tei­le, über­all wo sei­ne Tei­le sind, nur kei­nes die­ser selbst.

 

ich bin überall bei dem Seienden der Welt: Da „ich“ und „Welt“ ge­trenn­te ⇒ on­to­lo­gi­sche Haupt­e­be­nen sind, ist „ich“ nur über­all, wo sei­ne Tei­le sind, und nur ge­wis­ser­ma­ßen über­all bei, wo die Tei­le der „Welt“ sind, beim Er­fah­ren des Sei­en­den in der „Welt“.

 

ich existiere nicht: Versuche „ich“ mich selbst zu un­ter­schei­den, um ge­mäß ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat mei­ne ei­ge­ne Exis­tenz nach­zu­wei­sen, muss ich not­wen­dig schei­tern, da „ich“ mich da­für ent­we­der als Gan­zes al­ler mei­ner Tei­le un­ter­schei­den kön­nen muss, wel­ches, ge­mäß ⇒ um­ge­kehr­tem Exis­tenz­pos­tu­lat, schon grund­sätz­lich nicht exis­tiert, oder mich als ur­sprüng­lich Ei­nes mei­ner da­raus her­vor­ge­he­nden Tei­le von et­was an­de­rem un­ter­schei­den kön­nen muss, was, da „ich“ beim Un­ter­schei­den im­mer schon ge­teilt bin, aber eben­so nicht kann, und fol­gern muss: „ich exis­tie­re nicht“!

 

ich-Perspektive, Mono-Perspektive: ⇒ Mul­ti-Pers­pek­ti­ven­pro­blem

 

Intuition: Eine empirisch wie logisch un­be­grün­de­te oder so­gar un­be­gründ­ba­re Ge­wiss­heit. Ne­ben ⇒ Er­fah­rung und ⇒ Lo­gik, der drit­te Weg zu ei­ner mög­li­chen Er­kennt­nis. Er­fah­rung und Lo­gik auch wi­der­spre­chen kön­nend. Mit ernst­haf­tem Gel­tungs­an­spruch aber nur, wenn die an­de­ren bei­den We­ge un­zu­gäng­lich sind.

 

intuitiver Existenzbegriff: Dass wir al­les Ver­schie­de­ne in der Welt ge­nau so un­ter­schei­den, wie es sich un­ter­schei­det, ist uns mit dem ⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keits­ar­gu­ment aus der ⇒ Grund­er­fah­rung her­aus ge­wiss. Dass da­mit al­les Ver­schie­de­ne auch exis­tie­ren muss, sollte uns dann ohne wei­te­re Be­grün­dung des­sen, was Exis­tie­ren über­haupt heißt, in­tu­i­tiv sein. [⇒ Exis­tenz­be­griff]

 

J

 

Jede Teilung ist eine Dreiteilung: Kurz­for­mel der ⇒ Hy­po­the­se. Das ⇒ ers­te Prin­zip der Welt. Die ers­te Kon­se­quenz aus dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Ur­knall. Zu ver­ste­hen ist da­bei im­mer, dass je­de Tei­lung in exis­tie­ren­de Tei­le ei­ne Drei­tei­lung ist, näm­lich nur in die­ser Wei­se über­haupt ei­ne ⇒ Tei­lung in ⇒ Tei­le ist.

 

K

 

Kalkül, ontologischer, Die Dreiteilung als ein: Dass, ge­mäß der ⇒ Hy­po­the­se, je­de Tei­lung ei­ne Drei­tei­lung ist, ei­ne Un­ter­schei­dung in drei Ver­schie­de­ne, als un­ver­meid­ba­re und un­hin­ter­geh­ba­re Be­din­gung der Mög­lich­keit von Er­fah­rung über­haupt wie da­mit zu­gleich auch von Er­fahr­ba­rem über­haupt, des Er­fah­ren­den, für das Er­fah­ren, von so Er­fah­re­nem, ist bei jeg­li­cher me­ta­phy­si­scher Un­ter­su­chung nicht nur ei­ne stän­dig zu be­rück­sich­ti­gen­de on­to­lo­gi­sche Ver­pflich­tung, son­dern (ge­ra­de des­halb) auch ein sehr hilf­rei­ches er­kennt­nis­the­o­re­ti­sches Werk­zeug ge­nau da­für, für das Ver­ständ­nis, die Ver­tie­fung und den Aus­bau von The­o­rie und Pra­xis eben die­ser Drei­tei­lungs­hy­po­the­se.

 

Kausalität: ⇒ Ursache und Wirkung

 

Kausalitätsparadoxon oder Ursachenparadoxon: Da bei ei­ner ⇒ erst­ma­li­gen (Drei-)Tei­lung das ⇒ zu Tei­len­de nicht als ⇒ Ur­sa­che die­ser Tei­lung ver­stan­den wer­den kann, son­dern, mit der ⇒ Er­rich­tung des ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers, erst ab ei­ner ⇒ wie­der­hol­ten (Drei-)Tei­lung die­ses zu Tei­len­den, er­zeugt ei­ne Drei­tei­lung ge­wis­ser­ma­ßen selbst erst die Ur­sache, aus der sie her­vor­geht.

 

kognitive Ebene im ontologischen Grundgerüst: Im wei­te­ren Sin­ne, die Ver­bin­dung der ⇒ on­to­lo­gi­schen Haupt­e­be­nen „Welt“, „drit­te Ebe­ne“ und „ich“, im Aus­gang ei­ner Tei­lung. Fällt mit der ⇒ on­ti­schen Ebe­ne der vor­he­ri­gen Tei­lung zu­sam­men. Im en­ge­ren Sin­ne, nur der An­teil des „ich“ da­bei. Start­punkt im ⇒ Er­fas­sen ei­ner Drei­tei­lung als Drei­tei­lung. [⇒ Epis­te­mo­lo­gi­sche Ebe­nen]

 

L

 

Letzte Grenze der Erkenntnis: Das ⇒ Allererste, Alleine, Un­un­ter­scheid­ba­re, aus dem „Welt“ und „ich“ im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst her­vor­ge­hen, ist das ver­steh­bar Fun­da­men­tals­te, für das mit der Hy­po­the­se über­haupt Ver­steh­ba­re, aber da­mit den­noch nicht das über­haupt Fun­da­men­tals­te. Denn was ist das Al­ler­ers­te, ohne Nach­fol­gen­des, was das All­ei­ne, ohne Vie­les, was das Un­un­ter­scheid­ba­re, ohne Un­ter­scheid­ba­res? Wir kön­nen die­ses Fun­da­men­tals­te nicht ver­ste­hen, ohne Be­zug auf das, was da­mit fun­diert wird. Dass wir die­ses nicht ver­ste­hen kön­nen, kön­nen wir gleich­wohl ver­ste­hen, und müs­sen ge­nau da­rin ei­ne letz­te, un­ü­ber­schreit­ba­re the­o­rie­im­ma­nen­te Er­kennt­nis­gren­ze ver­ste­hen.

 

Logik: Zusammen mit ⇒ Erfahrung und ⇒ Intuition, ein Weg mög­li­cher Er­kennt­nis. Das ge­naue Ver­hält­nis die­ser drei un­ter­ein­an­der, und die be­son­de­re Rol­le der Lo­gik dabei, ist in der Un­ter­su­chung zur Drei­tei­lung aber noch un­ex­pli­ziert.

 

M

 

Materie, ontologische: Im Rah­men der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se das, was ein ⇒ Sei­en­des in ⇒ Zeit und ⇒ Raum hält. Ma­te­rie wird, auf Un­ter­su­chungs­e­be­ne, im drit­ten ⇒ Sym­me­trie­bruch sicht­bar. Me­ta­phy­sisch gleich­be­deu­tend mit ⇒ We­sen. Ihr ⇒ on­to­lo­gi­scher Sta­tus: ver­mut­lich kei­ner, be­zie­hungs­wei­se ⇒ un­un­ter­scheid­bar. Der Zu­satz „on­to­lo­gi­sch“ ist da­bei le­dig­lich als ei­ne Schutz­be­haup­tung zu ver­ste­hen, so­lan­ge das Ver­hält­nis zum ge­wöhn­li­chen Ma­te­ri­e­be­griff noch un­ge­klärt ist.

 

Mehrfachteilung, trichotome, oder mehr­fa­che Drei­tei­lung: Meh­re­re aus­ein­an­der her­vor­ge­hen­de Drei­tei­lun­gen in ih­rem Zu­sam­men­hang be­trach­tet. Macht schon als tri­cho­to­me ⇒ Fünf­tei­lung noch un­ge­lös­te Pro­ble­me. Etwa hin­sicht­lich der Fra­ge, wie die da­bei ge­wis­ser­ma­ßen zu­rück­ge­las­se­nen Tei­le zu ver­ste­hen sind, wie das ⇒ Über­gangs­e­le­ment zwi­schen den Drei­tei­lun­gen, oder wel­che Drei­tei­lung der je­weils an­de­ren ei­gent­lich vor­her­geht.

 

mereologisches Fundamentalparadoxon der Dreiteilung: Das ⇒ Gan­ze und die Tei­le, ei­ner wie auch im­mer ver­stan­de­nen Tei­lung von et­was in et­was, exis­tie­ren nicht ge­mein­sam, son­dern wer­den durch ein ⇒ zeit­li­ches Mo­ment von­ein­an­der ge­trennt. Gilt bei­spiels­wei­se nicht nur für die noch un­zer­bro­che­ne und dann zer­bro­che­ne Va­se, son­dern schon für die un­zer­bro­che­ne Va­se al­lein.

 

Metadimensionen des Seienden im on­to­lo­gi­schen Kör­per: ⇒ Zeit ⇒ Raum ⇒ Ma­te­rie be­zie­hungs­wei­se ⇒ Wer­den ⇒ Sein ⇒ We­sen.

 

Metaphysik: Beantwortung der tra­di­ti­o­nel­len Fra­gen nach Welt, Mensch und Gott, so­wie ins­be­son­de­re nach dem Sei­en­den.

 

Methode der doppelten Zweiteilung: Ein äu­ßerst prak­ti­sches Ver­fah­ren zur Fest­stel­lung von Drei­tei­lun­gen, ge­mäß der Hy­po­the­se. Ei­ne Drei­tei­lung mit ei­ner be­son­de­ren ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung be­schrei­ben zu kön­nen, er­füllt au­to­ma­tisch al­le drei ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen. Be­son­ders ist ei­ne der drei dop­pel­ten Zwei­tei­lun­gen ge­nau dann, wenn sich ein wei­te­res Kri­te­ri­um fin­det, wel­ches nur die­se ei­ne aus­zeich­net, die an­de­ren bei­den aber nicht, dem drit­ten ⇒ Sym­me­trie­bruch ent­spre­chend, be­zieh­ungs­wei­se, die da­raus ab­ge­lei­te­te drit­te ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gung er­fül­lend.

 

Multiperspektivenproblem, Monoperspektivenproblem: Ein zen­tra­ler Ein­wand bei der ⇒ Her­lei­tung der Drei­tei­lungs­hy­po­the­se. Die ja durch­aus na­he­lie­gen­de Ver­mu­tung vie­ler „ichs“, die eben­so wie „ich“ ei­ne Welt­er­fah­rung ma­chen, aber si­cher­lich nicht die glei­che wie „ich“, un­ter­gräbt schein­bar die ⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keit der ⇒ Grund­er­fah­rung, und da­mit der Her­lei­tung und Be­grün­dung der Hy­po­the­se über­haupt. Doch wird dieses Mul­ti­pers­pek­ti­ven­pro­blem über­haupt erst und nur aus der Pers­pek­ti­ve ei­nes ein­zel­nen „ich“ her­aus ge­stellt, und ist des­halb zu­al­ler­erst und nur ein Pro­blem in­ner­halb die­ser Mo­no­pers­pek­ti­ve, in­ner­halb de­rer das Multi­pers­pek­ti­ven­pro­blem ir­gend­wie zu lö­sen ist. Die­se Lö­sung steht al­ler­dings noch aus. Die Un­hin­ter­geh­bar­keit der Grund­er­fah­rung ist so den­noch schon ge­si­chert. We­gen ih­rer Al­ter­na­tiv­lo­sig­keit, ist die Mo­no­pers­pek­ti­ve da­bei ge­nau­ge­nom­men, na­tür­lich noch nicht ein­mal als über­haupt ei­ne „Pers­pek­ti­ve“ zu ver­ste­hen.

 

N

 

Nacheinander, zeitlich vs. logisch: Da ⇒ Gan­zes und Tei­le ei­ner Drei­tei­lung nicht ge­mein­sam exis­tie­ren, son­dern durch ein ⇒ zeit­li­ches Mo­ment ge­trennt sind, ver­läuft das ⇒ Ent­ste­hen und ⇒ Ver­ge­hen des Sei­en­den, im so be­grün­de­ten ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per, im ⇒ Hin-und-Her zwi­schen Gan­zem und Tei­len, im lo­gi­schen be­zie­hungs­wei­se zeit­li­chen Nach­ein­an­der und Zu­gleich nicht immer de­ckungs­gleich. Et­wa sind Gan­zes und Tei­le als Sei­en­de lo­gi­sch und zeit­lich nach­ein­an­der zu ver­ste­hen, da­ge­gen die drei ⇒ Sym­me­trie­brü­che zwar lo­gisch nach­ein­an­der, aber zeit­lich zu­gleich, und die drei nur Ver­schie­de­nen lo­gisch wie zeit­lich zu­gleich. Es gel­ten fol­gen­de Grund­re­geln: Ein be­haup­tet zeit­li­ches Nach­ein­an­der muss mit ei­nem lo­gi­schen Nach­ein­an­der ein­her­ge­hen. Ein be­haup­tet lo­gi­sches Nach­ein­an­der darf mit ei­nem zeit­li­chen Nach­ein­an­der oder mit ei­nem zeit­li­chen Zu­gleich ein­her­ge­hen. Ein be­haup­tet zeit­li­ches Zu­gleich darf mit ei­nem lo­gi­schen Zu­gleich oder mit ei­nem lo­gi­schen Nach­ein­an­der ein­her­ge­hen. Ein be­haup­tet lo­gi­sches Zu­gleich muss mit ei­nem zeit­li­chen Zu­gleich ein­her­ge­hen. We­gen des ⇒ Zeit­pa­ra­do­xons gilt das zeit­li­che Zu­gleich zu­dem durch­ge­hend von ex­klu­si­ve dem zu tei­len­den Gan­zen ei­ner Drei­tei­lung, bis ex­klu­si­ve den Tei­len ei­ner ge­ge­be­nen­falls dar­auf­fol­gen­den Drei­tei­lung, al­so lo­gisch ge­sehen über fast zwei voll­stän­di­ge, mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Drei­tei­lun­gen hin­weg. Ab drei aus­ein­an­der her­vor­ge­hen­den Drei­tei­lun­gen kommt es zu wei­te­ren Kom­pli­ka­ti­o­nen, durch zeit­li­che Über­la­ge­run­­gen.

 

Nebeneinander, räumlich vs. logisch: Das lo­gi­sche Ne­ben­ein­an­der (dem lo­gi­schen Zu­gleich ent­spre­chend) ist nur dann und auch ein räum­li­ches Ne­ben­ein­an­der, wenn sich da­rin auch das ⇒ „über­all sein“, ei­nes ⇒ nicht exis­tie­ren­den ⇒ Gan­zen, von lo­gisch ne­ben­ein­an­der lie­gen­den ⇒ Sei­en­den be­grün­den lässt. Die drei Sei­en­den, im Er­geb­nis je­der Drei­tei­lung et­wa, lie­gen lo­gisch ne­ben­ein­an­der wie räum­lich ne­ben­ein­an­der. Die bei­den ⇒ Zwi­schen­sei­en­den, im ⇒ Ent­ste­hen die­ser drei Tei­le da­ge­gen, lie­gen nur log­isch ne­ben­ein­an­der, aber nicht räum­lich.

 

Negation: Ist entweder logisch kon­tra­dik­to­risch (d.h. zwei­tei­lig) oder on­to­lo­gisch kon­trär (d.h. drei­tei­lig). Bei­de Wei­sen sind, mit­hil­fe der ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung, des ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers und des ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüsts, in­ner­halb der Lö­sung des ⇒ be­son­de­ren Be­schrei­bungs­pro­blems, als not­wen­dig mit­ein­an­der ver­knüpft ver­steh­bar.

 

nicht existieren, nicht sein: Wird bedeutungsgleich ver­stan­den. Zu­meist als kon­trä­re (on­to­lo­gi­sche, drei­tei­li­ge) ⇒ Ne­ga­tion von ⇒ „exis­tie­ren“. Aus­drück­lich: kein „ir­gend­wie-doch-exis­tie­ren-aber-nicht-so-ge­nannt-wer­den“! [⇒ um­ge­kehr­tes Exis­tenz­pos­tu­lat]

 

Nichtseiendes, Nichtexistierendes: Sol­ches, was in­ner­halb der The­o­rie mit ei­nem ent­spre­chen­den ⇒ on­to­lo­gi­schen Sta­tus be­schrie­ben wird. Als Sol­ches na­tür­lich un­er­fahr­bar.

 

nur Eines: ⇒ Erstes Eines

 

O

 

ontische Ebene im ontologischen Grundgerüst: Im wei­te­ren Sin­ne, die Ver­bin­dung der ⇒ on­to­lo­gi­schen Haupt­e­be­nen „Welt“, „drit­te Ebe­ne“ und „ich“, im Er­geb­nis ei­ner Tei­lung. Fällt mit der ⇒ kog­ni­ti­ven Ebe­ne der vor­he­ri­gen Tei­lung zu­sam­men. Im en­ge­ren Sin­ne, nur der An­teil der „Welt“ da­bei. End­punkt im ⇒ Er­fas­sen ei­ner Drei­tei­lung als Drei­tei­lung. [⇒ Epis­te­mo­lo­gi­sche Ebe­nen]

 

ontologisch, seinslogisch: Die Lo­gik des Sei­en­den be­tref­fend.

 

onto-logisch, auch logisch-ontologisch: Sprach­lich auf die be­son­de­re Lo­gik des Sei­en­den hin­wei­send.

 

ontologische Dimensionen: Un­ter­di­men­si­o­nen der drei ⇒ Me­ta­di­men­si­o­nen des ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers. Nach der An­zahl der Dif­fe­ren­zen, die sie be­grün­den: ei­ne Di­men­si­on der ⇒ Zeit, drei Di­men­si­o­nen des ⇒ Rau­mes und zwei Di­men­si­o­nen der ⇒ Ma­te­rie.

 

ontologische Hauptebenen: Sammelbegriff für ⇒ „Welt“, „drit­te Ebe­ne“ und „ich“ im ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüst.

 

ontologischer Körper: Das Herzstück der gesamten Theorie. Da ⇒ Gan­zes und Tei­le ei­ner Drei­tei­lung nicht zu­gleich exis­tie­ren kön­nen, son­dern nur zu un­gleich, durch ein ⇒ zeit­li­ches Mo­ment von­ein­an­der ge­trennt, wo­bei die Tei­le nicht exis­tie­ren, wenn das Gan­ze exis­tiert, und das Gan­ze nicht exis­tiert, wenn die Tei­le exis­tieren, ob­gleich so­wohl das exis­tie­ren­de Gan­ze be­nö­tigt wird, um die Tei­le, als die Tei­le die­ses Gan­zen zu er­fas­sen, als auch die exis­tie­ren­den Tei­le be­nö­tigt wer­den, um das Gan­ze, als das Gan­ze die­ser Tei­le zu er­fas­sen, was wir grund­sätz­lich er­fas­sen kön­nen, müs­sen wir in der La­ge da­zu sein, in un­se­rem Er­fas­sen von Gan­zem und Tei­len als sol­chen, zwi­schen Gan­zem und Tei­len hin und her zu wech­seln, über das zeit­li­che Mo­ment hin­weg, so­lange wie für die­ses Er­fas­sen er­for­der­lich. Die­ses ⇒ Hin-und-Her, zwi­schen Gan­zem und Tei­len in ei­ner so­mit ⇒ dy­na­mi­schen Drei­tei­lung, sei „on­to­lo­gi­scher Kör­per“ ge­nannt. Je­de Drei­tei­lung, aus Sei­en­dem in Sei­en­des, ist als ein sol­cher on­to­lo­gi­scher Kör­per zu ver­ste­hen.

 

ontologischer Ort: Formale Bezeichnung für eine be­stim­mte Stel­le in­ner­halb der The­o­rie, nicht nur auf Be­schrei­bungs­e­be­ne.

 

ontologischer Status: Grundzustand von Seiendem oder von, we­nigs­tens auf Un­ter­su­chungs­e­be­ne, in on­to-lo­gi­scher Re­la­ti­on zu Sei­en­den Ste­hen­dem. Im engs­ten Sin­ne nur ⇒ „exis­tie­rend“. Im nur en­ge­ren Sin­ne auch ⇒ „nicht exis­tie­rend“ und ⇒ „we­der exis­tie­rend noch nicht exis­tie­rend“, also wer­dend oder ver­ge­hend. Im wei­tes­ten Sin­ne auch ⇒ „un­un­ter­scheid­bar“, was ge­nau­ge­nom­men ge­ra­de kein on­to­lo­gi­scher Sta­tus ist. Über die ⇒ Letz­te Er­kennt­nis­gren­ze hin­aus, kann dann aber noch nicht ein­mal mehr von kei­nem on­to­lo­gi­schen Sta­tus ge­spro­chen wer­den.

 

ontologischer Urknall: Wegen ihrer fun­da­men­ta­len Be­deu­tung für die ge­sam­te The­o­rie ge­wollt auf­fäl­li­ger Na­me für die ⇒ al­ler­ers­te Tei­lung über­haupt, des al­lem Sei­en­den vor­an­ge­hen­den und nicht exis­tie­ren­den ⇒ Ers­ten Ei­nen, in die ers­ten drei ⇒ Sei­en­den der ⇒ Welt, aus der mit Not­wen­dig­keit die ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se für al­les Sei­en­de der Welt; und da­rin die­se selbst her­vor­geht.

 

ontologisches Grundgerüst: Veranschaulichendes Schema, das al­les mit der Hy­po­the­se Er­fas­ste wie Be­haup­te­te in ei­nen ge­ord­ne­ten Zu­sam­men­hang stellt. Die drei ⇒ on­to­lo­gi­schen Haupt­e­be­nen „Welt“, „drit­te Ebe­ne“, „ich“, da­rin die Drei­tei­lun­gen be­zie­hungs­wei­se ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per, da­zwi­schen die die Haupt­e­be­nen ver­bin­den­den ⇒ quer­lie­gen­den Drei­tei­lungen, der drei ⇒ epis­temo­lo­gi­schen Ebe­nen, zu­dem das al­les be­grün­den­de, um­fas­sen­de und durch­drin­gen­de ⇒ Al­ler­ers­te, All­ei­ne, Un­un­ter­scheid­ba­re.

 

P

 

Parallelität, ontologische, von Welt, ich und drit­ter Ebe­ne: We­gen der ⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keit im Er­fah­ren des Er­fah­re­nen durch den Er­fah­ren­den, muss al­les, was für ei­ne der drei ⇒ on­to­lo­gi­schen Haupt­e­be­nen an­ge­nom­men wird, in sei­ner on­to­lo­gi­schen Struk­tur, eben­so und in glei­cher Wei­se auch für die an­de­ren bei­den Haupt­e­be­nen gel­ten, gleich­wohl über die ⇒ quer­lie­gen­den Drei­tei­lun­gen Un­ter­schie­de zwi­schen die­sen be­ste­hen.

 

Perspektive: Behauptet ausgezeichneter Zu­griff auf Sei­en­des in der Welt. Ist me­ta­the­o­re­tisch aber un­mög­lich, da le­dig­lich ei­ne „ich-Pers­pek­ti­ve“, über­haupt kei­ne, auch Al­ter­na­ti­ven zu­las­sen müs­sen­de „Pers­pek­ti­ve“ mehr ist. [⇒ Mul­ti­pers­pek­ti­ven­pro­blem]

 

Q

 

querliegende Dreiteilung: Formaler Begriff für die Ver­bin­dung von Sei­en­dem im „ich“, Sei­en­dem der „drit­ten Ebe­ne“ und Sei­en­dem in der „Welt“, als ent­spre­chend Er­fas­sen­des, Er­fas­sen und Er­fass­tes. Ge­wis­ser­ma­ßen quer zu die­sen ⇒ on­to­lo­gi­schen Haupt­e­be­nen lie­gend. [⇒ ho­ri­zon­ta­le Ebe­nen]

 

R

 

Raum, euklidischer: ⇒ Gegenbeispiel

 

Raum, ontologischer: Die voneinander durcheinander ⇒ Ver­schie­de­nen, im Er­geb­nis des zwei­ten ⇒ Sym­me­trie­bruchs, die als nur sol­che ge­ra­de noch nicht ver­schie­den von­ein­an­der sind, und die ge­mäß ⇒ um­ge­kehr­tem Exis­tenz­pos­tu­lat nicht exis­tie­ren, in des­sen al­ter­na­ti­ver For­mu­lie­rung ge­wis­ser­ma­ßen ⇒ über­all sind, wo schließ­lich die Sei­en­den sind, im Er­geb­nis des drit­ten Sym­me­trie­bruchs, nur nicht die­se selbst, sind als et­was da­mit auch Ei­nes, der „on­to­lo­gi­sche Raum“ für die­se, als ihr ⇒ Ne­ben­ein­an­der, in die­ser be­son­de­ren Wei­se. Das „on­to­lo­gisch“ ist dabei, wie auch für ⇒ Zeit und ⇒ Ma­te­rie, nur als Schutz­be­haup­tung zu ver­ste­hen, so­lan­ge das Ver­hält­nis zu tra­di­ti­o­nel­len Raum­kon­zep­ten noch un­er­klärt ist. Der on­to­lo­gi­sche Raum fällt mit dem nicht exis­tie­ren­den ⇒ Gan­zen so­wie dem ⇒ Sein der Drei­tei­lung zu­sam­men.

 

Rückführung des Vielen auf Eines: Zwei­ter von drei Schrit­ten in der ⇒ Her­lei­tung der Hy­po­the­se, nach der ⇒ Grund­er­fah­rung, vor dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Ur­knall. Da sich das er­fah­re­ne Vie­le Ver­schie­de­ne ei­ner Grund­er­fah­rung, of­fen­sicht­lich, stän­dig ver­än­dert und da­mit, we­ni­ger of­fen­sicht­lich, auch stän­dig ver­mehrt, darf im Um­kehr­schluss an­ge­nom­men wer­den, dass dem er­fah­re­nen Vie­len stets we­ni­ger Vie­les vor­her­ging, was, hin­rei­chend oft wie­der­holt, auf erstlich ⇒ nur Ei­nes führt. [⇒ Ver­än­de­rungs­ver­meh­rung]

 

S

 

scheinbare Vielteilungen ⇒ Fal­si­fi­ka­ti­on der Hy­po­the­se

 

scheinbare Zweiteilung ⇒ Zweiteilung, scheinbare

 

schlagendes Argument für die Dreiteilungshypothese: Wenn von ei­nem ⇒ Ers­ten Ei­nen aus­zu­ge­hen ist, aus dem das ⇒ Vie­le Ver­schie­de­ne der Welt ir­gend­wie her­vor­geht, in ei­ner im Er­geb­nis er­fahr­ba­ren Art und Wei­se, und nur ei­ne Tei­lung in drei Tei­le, wie auch im­mer ge­nau, über­haupt ei­ne Lö­sung da­für bie­tet, dann muss die ⇒ al­ler­ers­te Teil­ung ei­ne Drei­tei­lung sein, und mit der glei­chen Über­le­gung, al­le wei­te­ren Tei­lun­gen eben­so.

 

Seiendes, Existierendes: Bedeutungsgleich zu ver­ste­hen. Ein zen­tra­les, aber bis­her nur im An­satz er­reich­tes Er­klä­rungs­ziel der ⇒ Ge­samt­un­ter­su­chung. We­gen Pro­ble­men schon mit dem ⇒ Exis­tenz­be­griff selbst, im ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat ⇒ in­tu­i­tiv gleich­ge­setzt mit dem er­fah­re­nen ⇒ Ver­schie­de­nen der Welt. For­mal das Er­geb­nis der ⇒ sta­ti­schen Drei­tei­lung, im Zu­sam­men­fall der drei ⇒ Sym­me­trie­brü­che, ein­ge­bun­den in der dy­na­mi­schen Drei­tei­lung, dem ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per, wo­rin das Sei­en­de in ei­nem grö­ße­ren Zu­sam­men­hang ver­stan­den wer­den muss, gleich­wohl noch nicht ist.

 

Sein: Noch weitgehend unerklärt. Wird unter „Sein“ das ver­stan­den, was al­lem Sei­en­den zu­kommt, was al­les Sei­en­de um­fasst, oh­ne die­ses aber zu sein, bleibt nur, Sein im Er­geb­nis des zwei­ten ⇒ Sym­me­trie­bruchs ei­ner Drei­tei­lung, im drei­fa­chen, ver­schie­den sein des Sei­en­den von­ein­an­der durch­ein­an­der, im nur da­rin, ein­fa­chen, weil ge­ra­de nicht von­ein­an­der ver­schie­den sein zu ver­ste­hen. Das Sein fällt so mit dem on­to­lo­gi­schen ⇒ Raum be­zie­hungs­wei­se dem ⇒ Gan­zen der Tei­le zu­sam­men, und hat wie die­se den ⇒ on­to­lo­gi­schen Sta­tus nicht exis­tie­rend. [⇒ Seins­drei­eck]

 

sein, existieren: ⇒ existieren, sein

 

Seinsdreieck: Veranschaulichungshilfe zum Verständnis der on­to­lo­gi­schen Re­la­ti­o­nen von ⇒ „Sein“ und ⇒ „Sei­en­dem“ zu­ein­an­der, über die ⇒ „We­sen“ die­ser Sei­en­den. Ent­spricht der Grund­flä­che in der ⇒ Te­tra­e­der-Ver­an­schau­li­chung ei­ner Drei­tei­lung. Stark ver­ein­facht: Die Ecken ste­hen für die Sei­en­den be­zie­hungs­wei­se die We­sen die­ser Sei­en­den, und die Flä­che für de­ren Sein. Je­des Sei­en­de (Ecken im Drei­eck) un­ter­schei­det, als nur ⇒ Ver­schie­de­nes (ge­gen­über­lie­gen­de Sei­te), die je­weils an­de­ren bei­den Sei­en­den, die nur da­rin nicht ver­schie­den Ei­nes sind, das als ihr Sein (Flä­che) ⇒ über­all ist, wo auch die Sei­en­den sind, nur nicht die­se sel­bst sind, nicht auch in ihrem We­sen (Ecken ohne Drei­eck).

 

Selbstbeschreibungsproblem: Die Beschreibung der The­o­rie aus der The­o­rie selbst her­aus. [all­ge­mei­nes ⇒ Be­schrei­bungs­pro­blem]

 

Selbsterfassungsproblem des „ich“: Der Ver­such, mich selbst zu un­ter­schei­den, mich selbst von et­was an­de­rem als ver­schie­den zu er­fah­ren, um so, ge­mäß ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lat, mei­ne ei­ge­nes Exis­tie­ren be­haup­ten zu dür­fen, muss not­wen­dig schei­tern, da „ich“, wenn „ich“ et­was un­ter­schei­de, we­gen der ⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keit im Er­fah­ren, mich da­für ir­gend­wie ent­spre­chend tei­len muss, so un­mög­lich zu­gleich un­ter­scheid­ba­res Ei­nes sein kann. [⇒ „ich“]

 

Sonderfall der allerersten Dreiteilung: Da die al­ler­ers­te Tei­lung in Sei­en­des aus ei­nem ⇒ Nicht­sei­en­den her­aus und noch ohne ein ⇒ zeit­li­ches Mo­ment zwi­schen ⇒ Gan­zem und Tei­len vor sich ging, ist die­se ers­te Drei­tei­lung auch noch nicht als ein ⇒ on­to­lo­gi­scher Kör­per ver­steh­bar. Was al­les, als die Drei­tei­lung ja erst be­grün­dend, nicht ver­wun­dern sol­lte, den­noch reich­lich Er­klä­rungs­be­darf of­fen ge­las­sen hat. [⇒ on­to­lo­gi­scher Ur­knall]

 

statische Dreiteilung: Nur das Ergebnis der Drei­tei­lung be­trach­tet, aus ei­nem zu tei­len­den Gan­zen in sei­ne drei Tei­le, ohne das zeit­li­che Mo­ment und das stän­di­ge Hin-und-Her zwi­schen die­sen zu be­rück­sich­ti­gen. [⇒ dynamische Dreiteilung]

 

Symmetriebrüche: Das Ergebnis des ⇒ ontologischen Urknalls, und ge­mäß ⇒ Hy­po­the­se auch al­ler wei­te­ren Drei­tei­lun­gen, von drei ver­schie­de­nen Sei­en­den, lässt sich lo­gisch zer­glie­dern, in drei auf­ein­an­der und aus­ein­an­der er­fol­gen­de Ein­zel­schrit­te, bei de­nen für den Fort­gang der Tei­lung, je­weils ei­ne spon­ta­ne Ver­än­de­rung auf­tritt. 1. Sym­me­trie­bruch: von Ei­nem zu Drei­en, 2. Sym­me­trie­bruch: von Drei­en zu drei Ver­schie­de­nen, und 3. Sym­me­trie­bruch: von drei Ver­schie­de­nen zu drei ver­schie­de­nen Sei­en­den. Im Rah­men der ⇒ dy­na­mi­schen Drei­tei­lung er­hal­ten die­se drei Sym­me­trie­brü­che dann ei­ne auch on­to­lo­gi­sche Be­deu­tung.

 

T

 

Teil: I.d.R. Erfahrbares (existierendes) Ergebnis ei­ner ⇒ Tei­lung.

 

Teile, nicht existierende: Zur Lö­sung des ⇒ Tei­lungs­pa­ra­doxons, bei ei­ner ⇒ wie­der­hol­ten Tei­lung, wird an­ge­nom­men, dass die, vor der Tei­lung des ⇒ zu Tei­len­den, noch nicht exis­tie­ren­den Tei­le, be­reits als eben (noch) nicht exis­tie­ren­de Tei­le, ge­wis­ser­ma­ßen in die­sem zu Tei­len­den lie­gen. Un­er­läss­lich zum Ver­ständ­nis des Zu­sam­men­hangs von zu tei­len­dem Gan­zen und Tei­len beim ⇒ Hin-und-Her zwi­schen die­sen im ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per.

 

Teile, ununterscheidbare: Zur Lösung des ⇒ Tei­lungs­pa­ra­doxons, bei ei­ner ⇒ erst­ma­li­gen Tei­lung, wird an­ge­nom­men, dass die, vor der Tei­lung des ⇒ zu Tei­len­den, noch nicht ein­mal nicht exis­tie­ren­den Tei­le, ohne ⇒ on­to­lo­gi­schen Sta­tus, als zu­nächst nur un­un­ter­scheid­ba­re Tei­le, ge­wis­ser­ma­ßen in die­sem zu Tei­len­den lie­gen.

 

Teilung: Im weiteren Sinne, je­der Vor­gang, der aus Ei­nem Vie­les macht. Im en­ge­ren, ei­gent­li­chen Sin­ne, nur ein sol­cher Vor­gang, der aus Ei­nem er­fahr­bar (d.h. exis­tie­ren­des) Vie­les macht.

 

Teilungskriterium: Zur praktischen Prüfung einer Teilung auf Drei­tei­lig­keit ge­mäß der Hy­po­the­se, an­hand der drei ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen, ist für die ers­te Be­din­gung, das „ge­mein­sam exis­tie­ren“, zu­vor fest­zu­le­gen, in wel­chem Sin­ne wir die, im Ide­al­fall vor­ge­ge­be­nen, drei Tei­le des Gan­zen über­haupt von­ein­an­der un­ter­schei­den wol­len. Nur be­griff­lich oder auch sach­lich, nur lo­gisch oder auch on­to-lo­gisch. So er­füllt et­wa die ⇒ Drei­heit „Ver­gan­gen­heit, Ge­gen­wart, Zu­kunft“ be­griff­lich of­fen­sicht­lich pro­blem­los die­se Be­din­gung, sach­lich da­ge­gen eben­so of­fen­sicht­lich nicht.

 

Teilungsparadoxon: Wie kann sich etwas in jeder Hin­sicht nur Ei­nes, im Aus­gang ei­ner je­den Tei­lung, über­haupt in drei Tei­le tei­len? In der Sa­che noch weit­ge­hend un­ver­stan­den. For­ma­le Lö­sung, für die ⇒ wie­der­hol­te Tei­lung: in der not­wen­di­gen An­nah­me von drei zu­nächst noch ⇒ nicht exis­tie­ren­den Tei­len, und für die ⇒ erst­ma­li­ge Tei­lung: in der not­wen­di­gen An­nah­me von drei, zu­nächst nur ⇒ un­un­ter­scheid­ba­ren Tei­len. [⇒ Son­der­fall al­ler­ers­te Tei­lung]

 

Tetraeder-Veranschaulichung des ontologischen Körpers: Auf der Ba­sis des ⇒ Seins­drei­ecks, er­gänzt durch das ⇒ zu tei­len­de Gan­ze, als vier­te Ecke die­ser so­mit ein­fachs­ten ge­o­me­tri­schen Py­ra­mi­de, an­hand de­rer sich (fast) al­le bis­he­ri­gen Er­kennt­nis­se ei­ner Drei­tei­lung vi­su­ell be­schrei­ben las­sen. Zen­tra­les Hilfs­mit­tel der The­o­rie.

 

trichotom: Synonym für „dreiteilig“. Meint: durch eine oder meh­re­re mit­ein­an­der ver­knüpf­te Drei­tei­lun­gen be­schreib­bar.

 

U

 

überall sein: Der alternativen Formulierung des ⇒ um­ge­kehr­ten Exis­tenz­pos­tu­lats zu­fol­ge, sind die drei, ⇒ nicht exis­tie­ren­den, als ⇒ nur Ver­schie­de­ne, ge­ra­de nicht Ver­schie­de­nen, und da­rin nur ein nicht Ver­schie­de­nes, im Er­geb­nis des zwei­ten ⇒ Sym­me­trie­bruchs, ge­wis­ser­ma­ßen „über­all“, wo die da­raus dann im drit­ten Sym­me­trie­bruch her­vor­ge­hen­den drei ver­schie­de­nen Sei­en­den sind, nur nicht die­se selbst.

 

Überallseiendes: Das ⇒ nicht existierende Ganze, eben­so wie der on­to­lo­gi­sche ⇒ Raum, eben­so wie auch das ⇒ Sein, im Er­geb­nis des zwei­ten ⇒ Sym­me­trie­bruchs. [⇒ über­all sein]

 

Übergangselement bei Mehrfachteilungen: Ein Sei­en­des, das in der Be­schrei­bung mit­ein­an­der und aus­ein­an­der her­vor­ge­hen­der Drei­tei­lun­gen, so­wohl ein Teil im Er­geb­nis der ei­nen Drei­tei­lung ist als auch das zu Tei­len­de im Aus­gang der an­de­ren Drei­tei­lung. Noch weit­ge­hend un­ver­stan­den im Rah­men der Prob­le­me mit ⇒ Mehr­fach­tei­lun­gen über­haupt.

 

umgekehrtes Existenzpostulat: Lautet, in lo­gi­scher Um­keh­rung des ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lats: „nicht sein heißt nicht ver­schie­den sein“. Und, ins­be­son­de­re für ⇒ Gan­zes, ⇒ Raum und ⇒ Sein, al­ter­na­tiv auch: „nicht sein heißt über­all sein“. Die For­mu­lie­run­gen gel­ten, wie schon beim Exis­tenz­pos­tu­lat, in bei­de Rich­tun­gen.

 

Unhintergehbarkeit der Grunderfahrung: Wir er­fah­ren stets al­les Vie­le Ver­schie­de­ne der „Welt“, nichts bleibt da­hin­ter zu­rück und nichts geht dar­über hin­aus. [⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keits­ar­gu­ment]

 

Unhintergehbarkeitsargument: Jedes Behaupten, von in­ner­halb der Grund­er­fah­rung nicht Ver­schie­de­nem, ist of­fen­sicht­lich selbst­wi­der­sprüch­lich. Je­des Be­haup­ten, von au­ßer­halb der Grund­er­fah­rung Ver­schie­de­nem, ist eben­falls selbst­wi­der­sprüch­lich, denn ent­we­der wird ge­ra­de mit dem Be­haup­ten von vor­geb­lich feh­len­dem Ver­schie­de­nen, eben die­ses, als ge­nau­so Ver­schie­de­nes, in­ner­halb der Grund­er­fah­rung un­ter­schie­den, oder vor­geb­lich feh­len­des Ver­schie­de­nes wird, ge­gen den Wort­laut der Be­haup­tung, in die­ser gar nicht un­ter­schie­den, al­so tat­säch­lich ge­se­hen, gar nicht be­haup­tet. Kurz­for­mel: Wir kön­nen nicht un­ter­schei­den, was wir nicht un­ter­schei­den, also un­ter­schei­den wir imm­er al­les!

 

unterscheiden, Unterscheidung: In erster Annäherung, in der ⇒ Grund­er­fah­rung, (noch) oh­ne die ⇒ Hy­po­the­se, ein nicht nä­her vor­her be­stimm­ba­res ⇒ Er­fah­ren von „die­sem, nicht je­nem“. Da­rin „Un­ter­schei­dung“ und „Er­fah­rung“ ge­gen­sei­tig fest­le­gend. Wo­bei in der Ver­wen­dung der Be­grif­fe in­ner­halb der Un­ter­su­chung, „Er­fah­rung“ eher hin­sicht­lich des Un­ter­schie­de­nen (des un­ter­schie­de­nen Ver­schie­de­nen) und „Un­ter­schei­dung“ eher hin­sicht­lich Un­ter­schei­den­den (des un­ter­schei­den­den Ver­schie­de­nen) ver­wen­det wird. Mit der Hy­po­the­se be­deu­tet „Un­ter­schei­dung“ for­mal: Tei­lung in Tei­le, ge­mäß den Er­for­der­nis­sen der Drei­tei­lung.

 

Unterscheidung, reine: Ungeachtet dessen, was in ei­ner Un­ter­schei­dung un­ter­schie­den wird.

 

Unterscheidung, traditionelle vs. trichotome: Während in der tra­di­ti­o­nel­len Un­ter­schei­dung, der Un­ter­schied, ei­nem Un­ter­schie­de­nen zu­ge­hö­rig und den an­de­ren Un­ter­schie­de­nen nicht zu­ge­hö­rig ver­stan­den wird, ist in der Drei­tei­lung, der Un­ter­schied ein ge­gen­ü­ber den da­rin zwei Un­ter­schie­de­nen gleich­wer­ti­ges drit­tes Ver­schie­de­nes. Ge­gen­ü­ber der tra­di­ti­o­nel­len Un­ter­schei­dung wird der Un­ter­schied so ge­wis­ser­ma­ßen von „in­ner­halb“ nach „au­ßer­halb“ des durch die­ses Un­ter­schie­de­nen ver­legt.

 

Unterscheidendes: Synomyme Verwendung zu ⇒ Unterschied.

 

Unterschied: Synonym ⇒ Unter­schei­den­des. For­ma­le Be­zeich­nung für das je­weils drit­te Teil ei­ner Un­ter­schei­dung, das die an­de­ren bei­den Tei­le von­ein­an­der un­ter­schei­det, erst und ge­ra­de, in­dem es selbst exis­tiert, in­ner­halb des drei­fa­chen von­ein­an­der durch­ein­an­der Un­ter­schei­dens al­ler drei Tei­le ei­ner Drei­tei­lung.

 

Un­ter­schied als Ge­gen­teil des Ge­mein­sa­men der bei­den Un­ter­schie­de­nen: In­ner­halb der ⇒ Me­tho­de der dop­pel­ten Zwei­tei­lung, die Be­schrei­bung des drei­fa­chen von­ein­an­der und durch­ein­an­der Un­ter­schei­dens im zwei­ten ⇒ Sym­me­trie­bruch. Das lo­gisch Ge­mein­sa­me der bei­den Tei­le der zwei­ten Zwei­tei­lung ist das lo­gi­sche ⇒ Ge­gen­teil des ge­wis­ser­ma­ßen übrig­ge­blie­be­nen Teils der ers­ten Zwei­tei­lung, des­sen Exis­tenz so über­haupt erst und ge­ra­de die an­de­ren bei­den Tei­le von­ein­an­der un­ter­schei­det. Gilt für al­le drei mög­li­chen Va­ri­an­ten der dop­pel­ten Zwei­tei­lung und macht auch nur in die­ser drei­fa­chen Wei­se einen Sinn. Zu­dem ei­ne gu­te als Auf­fin­dungs­hil­fe für Drei­tei­lun­gen ge­eig­ne­te Tech­nik.

 

Unterschiedene: For­ma­le Be­zeich­nung für die, durch ein drit­tes unter­schei­den­des Teil, je­weils bei­den un­ter­schie­de­nen Tei­le, in­ner­halb des drei­fa­chen von­ein­an­der durch­ein­an­der Un­ter­schei­dens al­ler drei Tei­le ei­ner Drei­tei­lung.

 

unterschieden werden vs. sich unterscheiden: We­gen der ⇒ Un­hin­ter­geh­bar­keit der ⇒ Grund­er­fah­rung, ist all das, was sich in der Welt un­ter­schei­det, auch all das, was von uns eben so un­ter­schie­den wird, und um­ge­kehrt.

 

ununterscheidbar: Keinen ⇒ ontologischen Status innehabend. Bis­lang nur das ⇒ Al­ler­ers­te, All­ei­ne, Un­un­ter­scheid­ba­re. Viel­leicht aber auch noch ⇒ We­sen.

 

Ununterscheidbares: Weitere Bezeichnung für ⇒ Al­ler­ers­tes be­zie­hungs­wei­se ⇒ All­ei­nes. Da sich die drei ⇒ Ers­ten Ei­nen von „Welt“, „drit­ter Ebe­ne“ und „ich“, ohne al­les erst aus die­sen her­vor­ge­hen­de Sei­en­de ver­stan­den, in kei­ner Wei­se von­ein­an­der un­ter­schei­den, fal­len sie un­un­ter­scheid­bar in Ei­nes zu­sam­men, wel­ches so eben­falls un­un­ter­scheid­bar von die­sen drei­en ist, eben das „Un­un­ter­scheid­ba­re“. Das so vor al­lem auch un­un­ter­scheid­bar bleibt, von al­lem, was aus die­sem erst noch her­vor­geht.

 

Ursache: Wird unter „Ursache“ etwas verstanden, das 1. die Ur­sa­che ei­ner Wir­kung ist, 2. die­ser Wir­kung ver­ur­sa­chend vor­her­geht, und 3. be­reits im Ver­ur­sa­chen die­ser Wir­kung be­grif­fen ist, kommt nur das ⇒ exis­tie­ren­de zu Tei­len­de, als Ur­sache, für die Tei­le, als Wir­kung, im Rah­men ei­nes ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers, in Fra­ge.

 

Ursachenlücke: Ist die ⇒ Ursache, für die drei Sei­en­den, im Er­geb­nis ei­ner je­den Drei­tei­lung, aus ei­nem exis­tie­ren­den zu Tei­len­den, in die­sem nur ei­ne Ur­sache im Rah­men ei­nes ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers, der aber erst für ei­ne ⇒ wie­der­hol­te Drei­tei­lung be­haup­tet wer­den darf, so gibt es für je­de ⇒ erst­ma­li­ge Drei­tei­lung noch kei­ne Ur­sa­che. [⇒ Ent­ste­hungs­lücke]

 

Ursachenparadoxon: ⇒ Kausalitätsparadoxon

 

V

 

Varianten der doppelten Zweiteilung: ⇒ doppelte Zweiteilung

 

Veränderungsvermehrung: Die offensichtlich wie stän­dig er­fah­re­ne Ver­än­de­rung des ⇒ Vie­len Ver­schie­de­nen einer ⇒ Grund­er­fah­rung, kann über­haupt nur er­fah­ren wer­den, in­dem, wie auch im­mer ge­nau, das al­te Vie­le dem neu­en Vie­len, im neu­en Vie­len, ein­an­der ge­gen­ü­ber ge­stellt wird, was so not­wen­dig zu ei­ner Ver­meh­rung des Vie­len Ver­schie­de­nen führt. Die Um­keh­rung die­ser Über­le­gung ist in der ⇒ Her­lei­tung der Hy­po­the­se das zen­tra­le Ar­gu­ment zur ⇒ Rück­füh­rung des Vie­len auf nur Ei­nes.

 

Vergehen von Seiendem: Im Rah­men des ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers, für die ⇒ wie­der­hol­te Drei­tei­lung. ein­fach die lo­gi­sche und zeit­li­che Um­keh­rung des ⇒ Nach­ein­an­der im ⇒ Ent­ste­hen von Sei­en­dem. Hin­sicht­lich der Um­keh­rung des ⇒ erst­ma­li­gen Ent­ste­hens von Sei­en­dem, wie auch die­ses schon, noch weit­ge­hend un­ver­stan­den. [⇒ Ent­ste­hungs­lücke]

 

verschieden sein: Die empirische Seite des ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lats. In die­sem gleich­ge­setzt mit dem in­tu­i­tiv be­stimm­ten ⇒ „sein“. Ana­ly­tisch dop­pel­deu­tig, aber da­mit die­ser Gleich­set­zung über­haupt erst ei­nen Sinn ver­lei­hend, da­rin, dass ein nur ver­schie­den sein noch nicht als ein auch er­fahr­ba­res ver­schie­den sein ver­stan­den wer­den kann. [⇒ Ver­schie­de­nes]

 

Verschiedenes: Zentraler, aber mehrdeutiger Begriff der ge­sam­ten The­o­rie. Das von­ein­an­der Ver­schie­de­ne, nur als Ver­schie­de­nes, ist ge­nau da­rin ge­ra­de nicht ver­schie­den von­ein­an­der, son­dern be­nö­tigt zu ei­nem auch er­fahr­ba­ren Ver­schie­de­nem, ei­ne wei­te­re, aber an­ders­ar­ti­ge, Dif­fe­ren­zie­rung von­ein­an­der, da­rin das Ver­schie­de­ne ver­schie­den ist, und da­mit auch Sei­en­des. For­mal wird die­se ⇒ exis­ten­zi­el­le Dif­fe­renz sicht­bar im ⇒ drit­ten Sym­me­trie­bruch, in der be­son­de­ren ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung, on­to­lo­gisch im ⇒ We­sen des Sei­en­den. Ge­brauch in­ner­halb der Un­ter­su­chung, im en­ge­ren Sin­ne, im­mer für ein Ver­schie­de­nes von drei­en, im Er­geb­nis ei­ner ⇒ Drei­tei­lung. Im wei­te­ren Sin­ne, aber auch nur für ein Ver­schie­de­nes, als ein ir­gend­wie er­fahr­ba­res „die­ses, nicht je­nes“ in­ner­halb der ⇒ Grund­er­fah­rung, wo­rin auch die ur­sprüng­li­che Be­grün­dung des Be­griffs liegt.

 

vertikale Ebenen im ontologischen Grundgerüst: Be­griff zur Ver­an­schau­li­chung. Die on­to­lo­gi­schen Haupt­e­be­nen „Welt“, „ich“ und „drit­te Ebe­ne“. [⇒ ho­ri­zon­ta­le Ebe­nen]

 

Vielheit, Vieles: Der nur numerische Aspekt des ⇒ Verschiedenen. Im Er­fah­ren im­mer als As­pekt des Ver­schie­de­nen zu ver­ste­hen. D.h. ge­wis­ser­ma­ßen im­mer als An­zahl, nie nur als Zahl.

 

Vielheit von Verschiedenen: Der In­halt der ⇒ un­hin­ter­geh­ba­ren ⇒ Grund­er­fah­rung der Welt und zu­gleich der Aus­gangs­punkt der ⇒ Her­lei­tung der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se.

 

Vielteilung: Unbestimmt viele miteinander ver­knüpf­te und aus­ein­an­der her­vor­ge­hen­de Drei­tei­lun­gen. [⇒ Fünf­tei­lung]

 

voneinander durcheinander Unterscheiden: Im Er­geb­nis des zwei­ten ⇒ Sym­me­trie­bruchs. Je­des der drei Ver­schie­de­nen, ist so­wohl ein­mal Un­ter­schei­den­des, für die je­weils an­de­ren zwei Ver­schie­de­nen, als auch zwei­mal Un­ter­schie­de­nes, von ei­nem der an­de­ren zwei Ver­schie­de­nen, duch das je­weils drit­te Ver­schie­de­ne.

 

Vorher überhaupt: Spezialproblem bei der ⇒ Her­lei­tung der Hy­po­the­se. In­wie­fern bei der ⇒ Rück­füh­rung des Vie­len auf nur Ei­nes über­haupt von ei­nem vor­her­ge­hen­den we­ni­ger Vie­len aus­ge­gan­gen wer­den darf. In­ner­halb der Her­lei­tung zu­nächst nur ei­ne plau­sib­le An­nah­me, auf der Ba­sis lo­gi­scher Gül­tig­keit auch für ein nur mög­li­ches Vor­her. Ent­gül­tig erst spä­ter mit dem den Tei­len not­wen­dig vor­her­ge­hen­den zu tei­len­den Gan­zen gelöst.

 

W

 

weder existieren noch nicht existieren: Auch „wer­den“ be­zie­hungs­wei­se „ver­ge­hen“, oder auch „zwi­schen sein“, gelegendlich auch „so­wohl exis­tie­ren als auch nicht exis­tie­ren“. Der ⇒ on­to­lo­gi­sche Sta­tus zwi­schen ⇒ exis­tie­ren und ⇒ nicht exis­tie­ren. Not­wen­dig an­zu­neh­men, da für das zeit­li­che Da­zwi­schen, in­ner­halb der Drei­tei­lung, be­zie­hungs­wei­se in­ner­halb ei­nes dy­na­mi­schen ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers, zwi­schen exis­tie­ren­dem ⇒ Gan­zen im Aus­gang und exis­tie­ren­den ⇒ Tei­len im Er­geb­nis, be­zie­hungs­wei­se nicht exis­tie­ren­dem Gan­zen im Er­geb­nis und nicht exis­tie­ren­den Tei­len im Aus­gang, we­der ein exis­tie­ren­der noch ein nicht exis­tie­ren­der on­to­lo­gi­scher Sta­tus an­ge­nom­men wer­den darf, wel­cher be­helfs­mä­ßig for­mal als ein eben sol­cher auch be­zeich­net wird.

 

Welt: Eines der Haupterkenntnisziele der ⇒ Ge­samt­un­ter­su­chung. For­mal, al­les in der ⇒ Grund­er­fah­rung ei­ner ⇒ Viel­heit von Ver­schie­de­nem Er­fah­re­ne. Vor dem Hin­ter­grund des ⇒ Exis­tenz­pos­tu­lats, al­les er­fahr­ba­re Sei­en­de über­haupt. So be­stimmt, aus lo­gi­schen Grün­den, selbst nicht er­fahr­bar und nicht exis­tie­rend. Was aber nicht ver­hin­dert, dass wir et­was über die Welt aus­sa­gen kön­nen. Ja, ge­ra­de weil die Welt nicht exis­tiert, kön­nen wir über­haupt et­was über sie, näm­lich auf Be­schrei­bungs­e­be­ne, aus­sa­gen. Die Welt ist, ge­mäß der al­ter­na­ti­ven For­mu­lie­rung des ⇒ um­ge­kehr­tem Exis­tenz­pos­tu­lats, da­mit über­all, wo ih­re exis­tie­ren­den Tei­le sind, nur nicht die­se selbst, als Gan­zes all ih­rer Tei­le. Die ⇒ on­to­lo­gi­sche Haupt­e­be­ne „Welt“, in­ner­halb des ⇒ on­to­lo­gi­schen Grund­ge­rüsts, in­ner­halb der the­o­re­ti­schen Be­schrei­bung der Drei­tei­lungs­hy­po­the­se, um­fasst, über das Sei­en­de hin­aus, auch ⇒ Nicht­sei­en­des, ⇒ Zwi­schen­sei­en­des und ⇒ Un­un­ter­scheid­ba­res.

 

Werden: Neben „Sein“ und „Wesen“, ei­ne der drei ⇒ Me­ta­di­men­si­o­nen des ⇒ Sei­en­den im ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per. Ent­spricht in ih­ren Al­ter­na­tiv­be­grif­fen (Zeit, Raum und Ma­te­rie) der „Zeit“. We­gen des ⇒ Zeit­pa­ra­do­xons be­fin­det sich das Sei­en­de im on­to­lo­gi­schen Kör­per ge­wis­ser­ma­ßen stets auch im Wer­den, und da die ⇒ Zeit im on­to­lo­gi­schen Kör­per kei­ne Rich­tung er­ken­nen lässt, ist das „Wer­den“ zu­gleich im­mer auch ein „Ver­ge­hen“. On­to­lo­gi­scher Sta­tus ⇒ zwi­schen­sei­end. [⇒ Ent­ste­hen / ⇒ Ver­ge­hen]

 

Wesen: Neben „Sein“ und „Werden“, ei­ne der drei ⇒ Me­ta­di­men­si­o­nen des ⇒ Sei­en­den im ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­per. Ent­spricht in ih­ren Al­ter­na­tiv­be­grif­fen (Zeit, Raum und Ma­te­rie) der „Ma­te­rie“. Un­ter „We­sen“ soll das ver­stan­den wer­den, was ein Sei­en­des nicht nur über­haupt erst zu ei­nem Sei­en­den macht, son­dern zu ge­nau die­sem be­son­de­ren Sei­en­den. Dafür ist mit die­sem „We­sen“ von al­lem, Sei­en­den ir­gend­wie All­ge­mei­nen ab­zu­se­hen. Selbst der All­ge­mein­be­griff „We­sen“, ist, wenn­gleich sprach­lich schwie­rig, dem mit „Wes­en“ in der Sa­che Ver­stan­de­nen noch zu ent­zie­hen. Das „We­sen“ schließt so die ⇒ exis­ten­zi­el­le Dif­fe­renz zwi­schen nur Ver­schie­de­nem, dem „Sein“, und da­rüber hin­aus auch er­fahr­bar Ver­schie­de­nem, dem „Sei­en­den“. On­to­lo­gi­scher Sta­tus von „We­sen“: ver­mut­lich ⇒ un­un­ter­scheid­bar. Die ge­na­ue Be­schrei­bung von „We­sen“ in­ner­halb der The­o­rie des on­to­lo­gi­schen Kör­pers steht noch aus.

 

Widerlegung der Dreiteilungshypothese: ⇒ Falsifikation

 

wiederholte Teilung: Die wenigstens zweitmalige Drei­tei­lung und al­le wei­te­ren Drei­tei­lun­gen, in im­mer wie­der die­sel­ben Teile, aus im­mer wie­der dem­sel­ben zu Tei­len­den, die im Rah­men des dy­na­mi­schen ⇒ Hin-und-Her ei­nes ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers be­schreib­bar und ver­steh­bar sind. [⇒ erst­ma­li­ge Drei­tei­lung]

 

Wissenschaftlichkeit der Hypothese: Ist stets ge­währ­leis­tet, so­lan­ge al­le Ab­lei­tun­gen in ei­nem lo­gisch not­wen­di­gen Zu­sam­men­hang mit er­fahr­ba­rem Sei­en­den ste­hen.

 

X

 

- - -

 

Y

 

- - -

 

Z

 

Zahlen: Noch weitgehend unverstanden. ⇒ On­to­lo­gi­scher Sta­tus: völ­lig un­be­kannt. [⇒ Eins / ⇒ Zwei / ⇒ Drei / ⇒ Vie­les]

 

Zeit, ontologische: Das, was verhindert, dass ⇒ Ganzes und ⇒ Teile ei­ner Drei­tei­lung ge­mein­sam exis­tie­ren kön­nen. Was ge­mäß der ⇒ Hy­po­the­se un­mög­lich ist, da Gan­zes und Tei­le da­für vier ⇒ von­ein­an­der und durch­ein­ander ver­schie­de­ne ⇒ Sei­en­de sein müss­ten. Das lo­gi­sche ⇒ Nach­ein­an­der all­ein, kann die­se Tren­nung nicht ge­währ­leis­ten. Ein Um­stand, der ein ⇒ „zeit­li­ches Mo­ment“, be­zie­hungs­wei­se ei­ne „Zeit“, für ein da­mit zeit­li­ches Nach­ein­ander, über­haupt erst be­grün­det. ⇒ On­to­lo­gi­scher Sta­tus: ⇒ zwi­schen­sei­end. Wo­bei das „on­to­lo­gi­sch“ im Zeitbegriff, wie auch bei ⇒ Raum und ⇒ Ma­te­rie, vor al­lem als Schutz­be­haup­tung dient, so­lan­ge die Be­zie­hun­gen zu den tra­di­ti­o­nel­len Zeit­be­grif­fen noch weit­ge­hend un­er­klärt ist.

 

zeitliches Moment: Die ⇒ Zeit, nur für eine ein­zel­ne Drei­tei­lung. Zwi­schen exis­tie­ren­dem Gan­zen und exis­tie­ren­den Tei­len ei­ner Drei­tei­lung lie­gend. Ist zeit­lich nicht wei­ter un­ter­teil­bar. Hat ei­ne (un­be­kann­te) Dau­er. Aber kei­nen Fluss und kei­ne Rich­tung. Ge­wis­ser­ma­ßen „ste­hend“, im ⇒ Hin-und-Her des ⇒ on­to­lo­gi­schen Kör­pers. Mit dem zeit­lichen Mo­ment der vor­her­ge­hen­den wie der (ge­ge­be­nen­falls) nach­fol­gen­den Drei­tei­lung ver­schmel­zend. Da­mit auch als ge­rich­tet ver­steh­bar. On­to­lo­gi­scher Sta­tus: ⇒ we­der exis­tie­rend noch nicht exis­tie­rend.

 

Zeitparadoxon: Entsteht aufgrund der be­son­de­ren Ei­gen­schaf­ten des not­wen­di­gen ⇒ zeit­li­chen Mo­ments im Voll­zug ei­ner Drei­tei­lung. In al­ler Kür­ze: Das exis­tie­ren­de Gan­ze und das zeit­li­che Mo­ment selbst sind nicht zeit­lich durch die­ses von­ein­an­der ge­trennt. Das zeit­li­che Mo­ment selbst und die exis­tie­ren­den Tei­le sind nicht zeit­lich durch die­ses von­ein­an­der ge­trennt. Das exis­tie­ren­de Gan­ze und die exis­tie­ren­den Tei­le sind gleich­wohl zei­tlich, näm­lich durch eben die­ses zeit­li­che Mo­ment, von­ein­an­der ge­trennt.

 

Zugleich, zeitlich vs. logisch: ⇒ Nacheinander

 

zu Teilendes: Formale Bezeichnung für das, was im Aus­gang ei­ner ⇒ Teil­ung in Tei­le ge­teilt wer­den soll. Mit Aus­nah­me des zu tei­len­den ⇒ Ers­ten Ei­nen, im­mer ein ⇒ Sei­en­des.

 

Zwei: Zwischen ⇒ Eins und ⇒ Drei, im ers­ten ⇒ Sym­me­trie­bruch, muss ir­gend­wie ei­ne „Zwei“ lie­gen. Wie die­se, an die­ser Stel­le, und nur als Zahl zu ver­ste­hen ist, ist noch un­er­grün­det. [⇒ Zah­len]

 

Zweiteilung: Da eine jede ⇒ Tei­lung im­mer eine Tei­lung in ge­nau drei Tei­le ist (= Haupt­aus­sa­ge der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se), ist ei­ne Zwei­tei­lung grund­sätz­lich un­mög­lich. Ge­nau­ge­nom­men aber nur die on­to­lo­gi­sche Zwei­tei­lung, in zwei exis­tie­ren­de Tei­le. Die nur lo­gi­sche Zwei­tei­lung da­ge­gen, ist in­ner­halb der ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung, im Rah­men der Lö­sung des be­son­de­ren ⇒ Be­schrei­bungs­pro­blems, zu recht­fer­ti­gen. Ver­ein­facht: Als Be­schrei­bung nur ei­ner der bei­den Zwei­tei­lungen, in­ner­halb der Be­schrei­bung bei­der miteinander notwendig verknüpften und aus­ein­an­der her­vor­ge­hen­den Zwei­tei­lun­gen, die im tat­säch­li­chen Voll­zug der Drei­tei­lung aber lo­gisch wie zeit­lich im­mer nur zu­gleich auf­tre­ten.

 

Zweiteilung, scheinbare: Ei­ne Tei­lung, die bei ober­fläch­li­cher Be­trach­tungs­wei­se, ei­ne sol­che, in ge­nau zwei (exis­tie­ren­de) Tei­le ist, und der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se so schein­bar wi­der­spricht. Der­lei Be­haup­tun­gen, sind aber be­reits mit der ein­fa­chen Fra­ge aus den An­geln zu he­ben, was die­se bei­den Tei­le denn von­ein­an­der un­ter­schei­det, und ob die­ses Un­ter­schei­den­de, wenn kein drit­tes Teil, dann wohl das ei­ne oder das an­de­re Teil selbst sein muss, was je­doch lo­gisch un­mög­lich ist.

 

Zweiteilungsproblem: Wie passt die lo­gi­sche Zwei­tei­lung in die on­to-lo­gi­sche Drei­tei­lung? Ge­löst im Rah­men der Lö­sung des be­son­de­ren ⇒ Be­schrei­bungs­pro­blems.

 

Zweiwertigkeitsprinzip: Nur, aber eben so, als eine lo­gi­sch ⇒ kon­tra­dik­to­ri­sche ⇒ Zwei­tei­lung zu recht­fer­ti­gen. Mit der ⇒ Drei­tei­lungs­hy­po­the­se wird aus­drück­lich am lo­gi­schen Prin­zip der Zwei­wer­tig­keit fest­ge­hal­ten. [⇒ Zwei­tei­lungs­pro­blem]

 

Zwischenelement in der doppelten Zweiteilung: In der Be­schrei­bung ei­ner ⇒ dop­pel­ten Zwei­tei­lung, der Ver­bin­dungs­punkt der ers­ten mit der zwei­ten Zwei­tei­lung, wel­cher so be­stimmt ist, dass die bei­den Zwei­tei­lun­gen, zwar lo­gisch ⇒ nach­ein­an­der, aber den­noch on­to-lo­gisch zu­gleich zu ver­ste­hen sind. Hat (ver­mut­lich) kei­nen ⇒ on­to­lo­gi­schen Ort jen­seits der ⇒ Be­schrei­bungs­e­be­ne.

 

Zwischenseiendes: Ontologischer Status ⇒ we­der exis­tie­rend noch nicht exis­tie­rend. Im en­ge­ren Sin­ne, nur die „zwei“ „Tei­le“ im zeit­li­chen Über­gang von ei­nem Gan­zen zu drei Tei­len, die aber, jen­seits der Be­schrei­bungs­e­be­ne, we­der als un­ter­scheid­ba­re Tei­le noch da­mit als zwei da­von ver­stan­den wer­den dür­fen, son­dern als ir­gend­was ir­gend­wie in­ein­an­der Ver­schränk­tes. Im wei­te­ren Sin­ne, al­les, was sich in­ner­halb des ⇒ zeit­li­chen Mo­ments be­fin­det.

 

zwischen sein: Kurz für den ⇒ ontologischen Status ⇒ we­der exis­tie­rend noch nicht exis­tie­rend, zwi­schen bei­dem.

 

Zylinder-Beispiel für eine konkrete Dreiteilung, zur ein­fa­chen Ver­an­schau­li­chung der Grund­i­dee: Die ge­o­me­tri­sche Fi­gur ei­nes Zy­lin­ders, wie et­wa je­de ge­wöhn­li­che Mün­ze, in ih­re drei Sei­ten ge­teilt, er­füllt al­le drei ⇒ Drei­tei­lungs­be­din­gun­gen: 1. Die drei Sei­ten kön­nen of­fen­sicht­lich nur ge­mein­sam exis­tie­ren oder kei­ne von ih­nen. 2. Die drei Sei­ten un­ter­schei­den sich von­ein­an­der und durch­ein­an­der, da­rin, dass die Exis­tenz ei­ner Sei­te, über­haupt und ge­rade erst zur Exis­tenz der je­weils an­de­ren bei­den Sei­ten, als eben zwei Sei­ten führt. Und 3. Zwei der drei Sei­ten sind ein­an­der in be­son­de­rer Wei­se ge­gen­tei­lig und ei­ne da­zu in be­son­de­rer Wei­se neu­tral, d.h. oh­ne Ge­gen­teil be­zie­hungs­wei­se sich selbst ge­gen­tei­lig.


© 2020 Albert Marcus Kluge




extrahiert aus


„Hypothese über die
Dreiteilung der Welt“

Albert Marcus Kluge: Hypothese über die Dreiteilung der Welt - Anregung für eine Metaphysik aus reiner Unterscheidung - Band 1: Grundlagen - BoD 2019 - ISBN: 9783739219745

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„Die Dreiteilung als das
erste Prinzip der Welt“

Albert Marcus Kluge: Die Dreiteilung als das erste Prinzip der Welt - Eine diskursive Herleitung - Schriften zur Dreiteilungshypothese - BoD 2020 - ISBN: 9783751996105

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